DIE SACHE MAKROPULOS

Dienstag, 1. August 2017 - Beginn: 20:00

Oper in drei Akten von Leoš Janácek (Salzburger Festspiele 2011, Großes Festspielhaus – in tschechischer Sprache). Eine Produktion von UNITEL

Angela Denoke singt in Marthalers Inszenierung der Sache Makropulos von Leoš Janácek.
Angela Denoke singt in Marthalers Inszenierung der Sache Makropulos von Leoš Janácek.
Wenn Justitia nach Anhörung aller Angeklagten, Zeugen und Anwälte ihre Waagschalen ins Ungleichgewicht versetzt, so geschieht dies niemals nach den Gesetzmäßigkeiten der moralischen Gravitationslehre. Die Sache ist deutlich komplizierter. Und so verwundert es auch nicht, wenn die Göttin von Zeit zu Zeit hinter ihrer schwarzen Binde mit den Augen rollt, angesichts der überraschenden Bewegungen, die die Waage in ihrer Hand auszuführen gezwungen ist. In regungsloses Staunen hingegen verfällt sie, wenn während eines Erbschaftsprozesses auf einmal eine berühmte Opernsängerin auftaucht, die sich unter falschem Namen in die Verhandlung einschleicht und durch Hinweise auf ein rätselhaftes Dokument das Geschehen eskalieren lässt. Der Auftritt der unerwarteten Zeugin verwandelt das Nachlassverfahren ohne Umschweife in eine im wahrsten Sinne des Wortes lebensbedrohliche Situation. Welche Person wird den Gerichtssaal durch welche Tür verlassen? Die Optionen lauten: Haupteingang, Gefängnistür, Notausgang und Himmelspforte. Und nicht Christoph Marthaler und Anna Viebrock, die den spektakulären Fall im Salzburger Justizpalast neu aufrollen, verlesen die Urteile über Leben und Tod der Anwesenden (Malte Ubenauf).

Besetzung

Dirigent: Esa-Pekka Salonen | Regie: Christoph Marthaler | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 110 Minuten | Mit: Angela Denoke (Emilia Marty), Raymond Very (Albert Gregor), Peter Hoare (Vítek), Jurgita Adamonyte (Krista, seine Tochter)