LA BOHÈME

Dienstag, 15. August 2017 - Beginn: 20:00

Oper in vier Akten von Giacomo Puccini (Salzburger Festspiele 2012, Großes Festspielhaus – in italienischer Sprache). Eine Koproduktion von UNITEL, NHK, ORF und ZDF

Anna Netrebko mit Massimo Cavalletti
Anna Netrebko mit Massimo Cavalletti
Netrebko Special
Eine der weltweit meistgespielten Opern, Giacomo Puccinis La Bohème, war 2012 zum ersten Mal glanzvoll bei den Salzburger Festspielen zu erleben. Den Glanz versprochen und gehalten hat die Starbesetzung mit Anna Netrebko als Mimì und Piotr Beczala als Rodolfo unter Dirigent Daniele Gatti. Mit dieser, so die Kritik, von „ariosen Höhepunkten“ und „Strahletönen“ gekennzeichneten Inszenierung wollte der neue Intendant Alexander Pereira gewissermaßen einen Bannfluch brechen, der aus unverständlichen Gründen von den Salzburger Festspielen seit jeher über Giacomo Puccini verhängt ist. Seit der Gründung dieses Festivals gelangte außer einer Tosca- und einer Turandot-Produktion keines seiner Werke hier auf die Bühne.“ Eine Handlung der Oper im strengen Sinne existiert kaum. Wie im Film huschen Szenen, Bilder und Impressionen am Zuschauer vorbei. Schlaglichtartige Momentaufnahmen zeigen den Freundschaftsbund von vier jungen Individualisten in der Großstadt Paris: den schreibenden Rodolfo, den philosophierenden Colline, den malenden Marcello und den der Musik zugewandten Schaunard. In diese Künstleridylle führt Rodolfo die fragile Mimì. Für den italienischen Regisseur Damiano Michieletto geht es in erster Linie darum, eine zeitgemäße Form für die Geschichte zu finden und das Lebensgefühl junger Menschen von heute einzufangen, die für ihre Leidenschaften einstehen, ihren Visionen nachgehen und es wagen, nach neuen Wegen in der Kunst zu suchen – mögen sie darin auch grandios scheitern.

Besetzung

Dirigent: Daniele Gatti | Regie: Damiano Michieletto | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 124 Minuten | Mit: Piotr Beczala (Rodolfo), Anna Netrebko (Mimì), Massimo Cavalletti (Marcello), Nino Machaidze (Musetta), Alessio Arduini (Schaunard), Carlo Colombara (Colline)