AIDA

Freitag, 25. August 2017 - Beginn: 20:00

Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi (Salzburger Festspiele 2017, Großes Festspielhaus – in italienischer Sprache). Eine Koproduktion von ORF, ZDF/Arte, NHK und UNITEL

Riccardo Muti dirigiert Verdis Aida.
Riccardo Muti dirigiert Verdis Aida.
Anna Netrebko singt Verdis Aida.
Anna Netrebko singt Verdis Aida.
Nach dem Krieg ist vor dem Krieg. Denn ein Krieg folgt auf den anderen: Kriege zwischen Nachbarstaaten, Machteliten oder Potentaten. Das erfordert natürlich Einsatz und Loyalität von den Untertanen. Für individuelle Lebensentwürfe, eigene Moral oder gar Gefühle ist da kein Platz. Stattdessen wird der Mensch zwischen den unterschiedlichen Machtinteressen der Herrschenden zerrieben. Das ist die Geschichte, die in Verdis Oper Aida, erzählt wird. Dass Aida ihre erfolgreiche Uraufführung 1871 am damals neuen Opernhaus in Kairo erlebt hat, ist hinlänglich bekannt. Die zäh sich haltende Behauptung, sie sei zur Eröffnung des Suezkanals komponiert worden, ist jedoch falsch. Tatsächlich hat sich Verdi während der Vorbereitung über ägyptische Geografie, religiöse Traditionen und antike Musikinstrumente erkundigt. Wer Verdis Musik aufmerksam hört, weiß aber, dass es dem Komponisten nicht um musikalisierte Historie ging, sondern, wie meistens, um Kritik an einer menschenverachtenden Gesellschaft, diesmal eben im ägyptischen Gewande.

Besetzung

Dirigent: Riccardo Muti | Regie: Shirin Neshat | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 150 Minuten | Mit: Anna Netrebko (Aida), Ekaterina Semenchuk (Amneris), Francesco Meli (Radamès), Roberto Tagliavini (König), Dmitry Belosselskiy (Ramfis), Luca Salsi (Amonasro), Bror Magnus Tødenes (Bote)