Frau Anna Sebestyen
Tel.: 051707/22230
Oper in drei Akten von Richard Strauss (Salzburger Festspiele 2011, Großes Festspielhaus – in deutscher Sprache). Eine Produktion von UNITEL CLASSICA und ORF in Koproduktion mit 3sat. Zeitverzögerte Live-Übertragung
Während des Ersten Weltkrieges,
kurz vor dem Zusammenbruch
der österreichischen Monarchie“,
erläutert Regisseur Christof Loy,
„arbeiten Richard Strauss und Hugo
von Hofmannsthal an einem Werk für
Wien, einer Oper, in der ein Kaiser
und eine Kaiserin zu den Hauptfiguren
gehören. Sie kann ihm keine
Kinder gebären, unsichtbare Mächte
verlangen von ihr, die Ehe eines anderen
Paares zu zerstören, um selbst
fruchtbar zu werden. Die Oper, die
mit der Utopie endet, dass die Kaiserin
sich von den dunklen Mächten
lossagt und die Kraft zur Selbstbestimmung
findet, wurde uraufgeführt,
als es keinen Kaiser mehr gab in
Österreich. Das Werk, in dem es so
viel um Verantwortung für geborenes
und ungeborenes Leben geht, wurde
bereits 1955 von Karl Böhm wieder
auf den Spielplan der Wiener Oper
gesetzt. Böhm konnte das Ensemble
und die DECCA überreden, ohne
Honorar und mitten im Winter in
ungeheizten Sälen die erste Tonaufnahme
des monumentalen Werkes
herzustellen. Ein epochales Ereignis,
das vom Bedürfnis des Menschen
nach Kunst erzählt – unabhängig von
Opulenz, Geld, Vergangenheit oder
Publikum. Ein Ereignis, das mich
inspiriert hat, Die Frau ohne Schatten
zu inszenieren.“
Dirigent: Christian Thielemann
Regie: Christof Loy
Orchester: Wiener Philharmoniker
Dauer: 220 Minuten
Mit: Stephen Gould (Der
Kaiser), Anne Schwanewilms (Die Kaiserin),
Michaela Schuster (Die Amme),
Wolfgang
Koch (Barak, der Färber),
Evelyn Herlitzius (Sein Weib)