Frau Anna Sebestyen
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Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von
Hugo von Hofmannsthal
(Salzburger Festspiele 2010, Domplatz – in deutscher
Sprache). Eine Produktion von ORF
JEDERMANN 2010
Die letztjährige spektakuläre Umbesetzung
in Christian Stückls
erfolgreicher Neudeutung des Jedermann
aus dem Jahre 2002 hat voll
eingeschlagen: Die Burgtheater-Stars
Nicholas Ofczarek als reicher Prasser
Jedermann und Birgit Minichmayr als
elektrisierende Buhlschaft bilden das
neue, glamouröse, von der Presse
bejubelte Traumpaar der Salzburger
Festspiele. Der Medienrummel um
die beiden Spitzen-Schauspieler
kannte keine Grenzen. Was nichts
daran ändert, dass Stückls Inszenierung
konsequent mit einigen Gepflogenheiten
der Salzburger Aufführungstradition
gebrochen hat und
den christlichen Grundgedanken des
Mysterienspiels prägnant
herausarbeitet:
Was ist der Mensch im Angesicht
des Todes? Gott erscheint
hier selbst – als armer Nachbar, ein
Penner mit Plastiktüten.
Regie: Christian Stückl
Dauer: 120 Minuten
Mit: Nicholas Ofczarek
(Jedermann), Birgit Minichmayr (Buhlschaft),
Martin Reinke (Gott), Ben Becker
(Tod), Peter Jordan (Guter Gesell,
Teufel), Angelika Richter (Gute Werke)
Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von
Hugo von Hofmannsthal
(Salzburger Festspiele 1970, Domplatz – in deutscher
Sprache). Eine Produktion von ORF und ZDF
JEDERMANN 1970
Hofmannsthals Spiel vom
Sterben des reichen Mannes
vor der prachtvollen Kulisse des
Salzburger Doms war und ist die
alljährliche Publikums-Attraktion
der Salzburger Festspiele. Weltstars
von Curd Jürgens bis Maximilian
Schell haben sich da ein Stelldichein
gegeben. Heuer bieten die Siemens
Fest>Spiel>Nächte auf dem Kapitelplatz
nun an einem Abend die
reizvolle Konfrontation einer alten
mit der neuen Jedermann-Version.
In der Aufzeichnung aus dem Jahr
1970 spielt Ernst Schröder den
reichen Prasser Jedermann, der von
Gott vor seinen Thron geholt wird,
um Rechenschaft abzulegen. Als
Buhlschaft ist die junge Christiane
Hörbiger zu sehen, Ewald Balser
spielt Gott, den Herrn, als sein Gegenspieler,
der Teufel, tritt Heinz
Reincke auf.
Regie: Leopold Lindtberg
Dauer: 81 Minuten
Mit: Ernst Schröder
(Jedermann), Christiane Hörbiger
(Buhlschaft), Ewald Balser (Gott), Peter
Arens (Tod), Kurt Heintel (Guter Gesell),
Heinz Reincke (Teufel)