Frau Anna Sebestyen
Tel.: 051707/22230
Opera buffa in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart (Salzburger Festspiele 2009, Haus für Mozart – in italienischer Sprache). Eine Produktion von ORF und UNITEL CLASSICA
Isabel Leonard: Die amerikanische Mezzosopranistin als Dorabella in Claus Guths Inszenierung von Mozarts Così fan tutte.
Mit Così fan tutte hat Claus Guth im vorletzten Festspielsommer seinen Mozart-Da-Ponte-Zyklus komplettiert, den er im Mozartjahr 2006 mit dem Figaro begann und 2008 mit Don Giovanni (bei den Siemens Fest>Spiel>Nächten am 5. August zu sehen) fortgesetzt hat. „In Così fan tutte“, erklärt Andri Hardmeier, der Dramaturg, „entscheidet ein Experiment über die angebliche Untreue der Frauen. Ein doppelbödiges Spiel beginnt, das immer tiefere Gefühlsschichten freilegt. Der unverstellte Blick in die Wirren menschlicher Beziehungen öffnet Abgründe, die den Rahmen eines Dramma giocoso zu sprengen scheinen.
Dieses in mancher Hinsicht radikalste Bühnenwerk Mozarts ist nicht so sehr eine ‚Schule der Liebenden‘ (so der Untertitel des Stücks) als vielmehr eine kontinuierliche Sezierung der Herzen. Im Spannungsfeld zwischen Liebe und Leidenschaft, Sicherheit und Selbstaufgabe, Treue und Verrat verlieren sich die Paare in einem Gefühlschaos. Dabei spürt Mozarts Musik die inneren Widersprüche seiner Figuren auf, ohne sie jemals zu verraten, und lässt uns plötzlich selbst zweifeln an der Sicherheit, mit der wir zu wissen glauben, was Spiel und was Ernst, was Traum und was Wirklichkeit ist.“ Die Kritik war von dieser Inszenierung nicht besonders angetan.
Dirigent: Adam Fischer
Regie: Claus Guth
Orchester: Wiener Philharmoniker
Dauer: 180 Minuten
Mit: Miah Persson (Fiordiligi), Isabel Leonard
(Dorabella), Topi Lehtipuu (Ferrando),
Florian Boesch (Guglielmo),
Bo Skovhus (Don Alfonso), Patricia
Petibon (Despina)