Frau Anna Sebestyen
Tel.: 051707/22230
Lyrisches Drama in drei Akten von Giacomo Puccini (Salzburger Festspiele 2002, Großes Festspielhaus – in italienischer Sprache)
Das Raffinement ausgesuchter
und subtilster koloristischer
Klänge, den ganzen Zauber einer
fernen, unwirklichen Welt, den Puccini
in seiner Oper Turandot in Musik
verwandelte, hat David Pountney
mit seiner monumentalen Inszenierung
in faszinierende, exotische
Märchenbilder übersetzt aus einer
Zeit, in der das Wünschen noch
geholfen
hat. Luciano Berio hat
Puccinis
fragmentarischen Schluss
neu rekonstruiert.
Gabriele Schnaut singt in dieser
Aufnahme die scheinbar blutrünstige
Prinzessin Turandot am Kaiserhof
zu Peking, die ihr Herz nur
dem Prinzen schenkt, der zuvor drei
von Turandot gestellte Rätsel zu
lösen vermag. Wer versagt, verfällt
gnadenlos dem Schwert des Henkers
und verliert seinen Kopf. Zu
Beginn der Oper wird gerade der
schöne Königssohn von Persien zur
Hinrichtung geschleppt, was den
unbekannten Prinzen Kalaf (hier gesungen
von Tenorstar Johan Botha)
natürlich nicht hindert, sich in die
Prinzessin des Todes zu verlieben.
Aber Kalaf besteht natürlich das
mörderische Quiz, und am glücklichen
Ende siegt wie immer im
Märchen
die Liebe.
Dirigent: Valery Gergiev
Regie: David Pountney
Orchester: Wiener Philharmoniker
Dauer: 130 Minuten
Mit: Gabriele Schnaut (Turandot), Johan
Botha (Prinz Kalaf), Cristina Gallardo-
Domâs (Liù), Boaz Daniel (Ping)