Frau Anna Sebestyen
Tel.: 051707/22230
Oratorium in drei Teilen von Georg Friedrich Händel (Salzburger Festspiele 2009, Großes Festspielhaus – in englischer Sprache). Eine Produktion von UNITEL CLASSICA
Antiochia, um das Jahr 305
unserer Zeit: Der römische
Gouverneur Valens befiehlt allen
Bürgern, dem Gott Jupiter Opfer
darzubringen. Theodora, eine
weltentsagende Christin, weigert
sich und soll daraufhin ins örtliche
Bordell gebracht werden, wo man
sie vergewaltigen will. Der sie begehrende
Offizier Didymus kann
sie zwar befreien, doch am Ende
gehen beide freiwillig in den Tod:
ihr letztes Refugium, die Verheißung
von göttlicher Liebe, innerem Frieden
und Ruhe.
Theodora, Händels zweitletztes,
am 16. März 1750 uraufgeführtes
Oratorium, entsprach mit seinen
vorherrschenden Molltonarten
nicht dem Unterhaltungsanspruch
des Londoner Publikums. Händel
und sein Librettist Thomas Morell
erzählen anhand zweier frühchristlicher
Märtyrer von der Zerrissenheit
des Menschen, für den es auf der
Suche nach Liebe offenbar nur zwei
Extreme gibt: jenseitige Entsagung
oder diesseitige, körperliche Lust.
(Thomas Jonigk)
Dirigent: Ivor Bolton
Regie: Christof Loy
Orchester: Freiburger Barockorchester
Dauer: 190 Minuten
Mit:
Christine Schäfer (Theodora), Bejun
Mehta (Didymus), Johannes M. Kränzle
(Valens), Joseph Kaiser (Septimius)