Frau Anna Sebestyen
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Oper in einem Aufzug von Richard Strauss (Salzburger Festspiele 2012, Haus für Mozart – in deutscher Sprache). Eine Koproduktion von UNITEL CLASSICA und ORF/3sat
Die Oper war das dritte Gemeinschaftswerk von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal und ursprünglich als „Divertissement mit kleinem Kammerorchester“ geplant, wuchs sich aber zu einem Großprojekt aus, das Oper, Schauspiel und Ballett kombinierte – und bei der Uraufführung 1912 durchfiel. Die Salzburger Festspiele verpflichten sich nun „dem immer noch wunderbaren Traum ihrer Schöpfer: die unterschiedlichsten Formen des Theaters, Ballett, Schauspiel, Musik und Gesang, zusammenzuführen“.
Sven-Eric Bechtolf führt bei dieser unkonventionellen Produktion Regie und hat Molières Schauspiel Der Bürger als Edelmann, das der Oper damals vorausging, nicht nur adaptiert, sondern auch die nachkomponierten Ballettmusiken wieder eingefügt. „Hundert Jahre“, sagt Sven-Eric Bechtolf, „sind vergangen, seit Hofmannsthal begann, mit dem rabiat praktischen und dramaturgisch hochbegabten Strauss an dem Stoff zu arbeiten, hundert Jahre seit der desaströsen Uraufführung der Ariadne auf Naxos. Wir nehmen dieses ,Jubiläum‘ zum Anlass, uns noch einmal mit der Urfassung zu beschäftigen. Wo anders wäre dies sinnvoller als in Salzburg.“
Dirigent: Daniel Harding
Regie: Sven-Eric Bechtolf
Orchester: Wiener Philharmoniker
Dauer: 165 Minuten
Mit: Emily Magee (Primadonna/Ariadne), Elena Moşsuc (Zerbinetta), Jonas Kaufmann (Tenor/Bacchus), Peter Matić (Haushofmeister), Cornelius Obonya (M. Jourdain), Thomas Frank (Komponist)