Frau Anna Sebestyen
Tel.: 051707/22230
Highlights der Siemens Fest>Spiel>Nächte und die Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Richard Strauss (Salzburger Festspiele 2001, Großes Festspielhaus – in deutscher Sprache. Eine Produktion von ARTE und ORF)
An diesem Abend wird das Bestof-
Programm vom 26. Juli aus
den letzten Jahren der Siemens
Fest>Spiel>Nächte wiederholt. Die
Revue der Opern-Highlights dauert
cirka 65 Minuten.
Dann folgt Ariadne auf Naxos, die
Oper, die Richard Strauss und sein
Textdichter Hugo von Hofmannsthal
als Versuch konzipiert haben, zwei
stilistisch gegensätzliche Formtraditionen,
Opera seria und Opera
buffa, zu verschmelzen. Im Haus des
„reichsten Mannes von Wien“ treffen
Personal und die anwesenden
Künstler die letzten Vorbereitungen
zu einem Fest. Nach dem Diner ist
die Aufführung der dafür eigens
in Auftrag gegebenen heroischen
Oper Ariadne auf Naxos vorgesehen.
Da wünscht der Hausherr plötzlich
im Anschluss daran eine Darbietung
der Komödie Die ungetreue
Zerbinetta und ihre vier Liebhaber,
was der junge Opernkomponist als
unerträgliche Erniedrigung seiner
Kunst registrieren muss.
Regisseur Jossi Wieler hat diesen
Zusammenprall zwischen Buffa und
Seria 2001 klug und schlüssig auf
heutige Verhältnisse übertragen. Es
geht um den Widerstreit zwischen
den Gesetzen der Kunst und den
Regeln des Kunstbetriebs, die solche
Leute wie der reichste Mann von
Wien bestimmen. Zerbinetta ist hier
eine freche Rocklady,
die im nabelfreien
Mini durch die Szene wirbelt,
begleitet von einer wilden Hardrock-
Band. Ariadne dagegen wird als depressive
Neurotikerin gezeigt, deren
Phantasien den Tod ersehnen.
Dirigent: Christoph von Dohnányi
Regie: Jossi Wieler
Orchester: Wiener Philharmoniker
Dauer: 142 Minuten
Mit: Natalie Dessay (Zerbinetta),
Deborah Polaski (Ariadne/Primadonna),
Jon Villars (Bacchus), Susan
Graham (Komponist)