Frau Anna Sebestyen
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Komödie für Musik in drei Aufzügen von Richard Strauss (Salzburger Festspiele 2004, Großes Festspielhaus – in deutscher Sprache). Eine Produktion des ORF
Robert Carsen hat diese Inszenierung
der Musikkomödie besorgt
und den Klassiker in schwelgerische
Cinemascope-Formate übersetzt,
was bei der nationalen und internationalen
Kritik nicht besonders
gut
angekommen ist.
Die Uraufführung des Rosenkavaliers
von Richard Strauss und Hugo von
Hofmannsthal ging 1911 über die
Bühne, nur wenige Jahre bevor der
Erste Weltkrieg ausbrach. Doch ganz
im Gegenteil zum weitverbreiteten
Klischee über das Meisterwerk kann
man diese Gesellschaftskomödie
weder als rückwärtsgewandt noch
als rückschrittlich abklassifizieren.
Trotz des nostalgischen Schauplatzes
im Wien des 18. Jahrhunderts geht es
hier um eine Reihe tagesaktueller Fragen,
etwa um die Rolle und Stellung
der Frau oder um den Zusammenbruch
der herrschenden Verhältnisse –
den moralischen wie den finanziellen.
Ein zentrales Thema bildet außerdem
die Vergänglichkeit, denn die ganze
Oper ist wie durchtränkt von dem Gefühl,
dass die Zeit abläuft – zumindest
für diese aristokratische Gesellschaft,
was ja dann auch passiert ist.
Als Feldmarschallin ist die kanadische
Sopranistin Adrianne Pieczonka zu
sehen und zu hören. Die Titelrolle
bestreitet
Angelika Kirchschlager, und
als Baron Ochs, dem die dringend
benötigte Geldheirat verpatzt wird, ist
Franz Hawlata besetzt.
Dirigent: Semyon Bychkov
Regie: Robert Carsen
Orchester: Wiener Philharmoniker
Dauer: 200 Minuten
Mit: Adrianne Pieczonka (Fürstin
Werdenberg), Angelika Kirchschlager
(Octavian), Franz Hawlata (
Baron
Ochs), Miah Persson (Sophie), Franz
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