Frau Anna Sebestyen
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Oper in vier Akten von Giacomo Puccini (Salzburger Festspiele 2012, Großes Festspielhaus – in italienischer Sprache). Eine Koproduktion von UNITEL CLASSICA, NHK, ORF und ZDF
Eine der weltweit meistgespielten Opern, Giacomo Puccinis La Bohème, wird 2012 zum ersten Mal eine glanzvolle Premiere bei den Salzburger Festspiele erleben. Den Glanz verspricht die Starbesetzung mit Anna Netrebko als Mimì und Piotr Beczala als Rodolfo unter Dirigent Daniele Gatti. „Mit der zweiten Opernpremiere der Wiener Philharmoniker“, erklärt Intendant Alexander Pereira, „möchte ich gewissermaßen einen Bannfluch brechen, der aus mir unverständlichen Gründen von den Salzburger Festspielen seit jeher über Giacomo Puccini verhängt ist. Seit der Gründung dieses Festivals gelangte außer einer Tosca- und einer Turandot-Produktion keines seiner Werke hier auf die Bühne.“ Eine Handlung der Oper im strengen Sinne existiert kaum. Wie im Film huschen Szenen, Bilder und Impressionen am Zuschauer vorbei. Schlaglichtartige Momentaufnahmen zeigen den Freundschaftsbund von vier jungen Individualisten in der Großstadt Paris: den schreibenden Rodolfo, den philosophierenden Colline, den malenden Marcello und den der Musik zugewandten Schaunard. In diese Künstleridylle führt Rodolfo die fragile Mimì. Für den italienischen Regisseur Damiano Michieletto geht es in erster Linie darum, eine zeitgemäße Form für die Geschichte zu finden und das Lebensgefühl junger Menschen von heute einzufangen, die für ihre Leidenschaften einstehen, ihren Visionen nachgehen und es wagen, nach neuen Wegen in der Kunst zu suchen – mögen sie darin auch grandios scheitern.
Dirigent: Daniele Gatti
Regie: Damiano Michieletto
Orchester: Wiener Philharmoniker
Dauer: ca. 120 Minuten
Mit: Piotr Beczala (Rodolfo), Anna Netrebko (Mimì), Massimo Cavalletti (Marcello), Nino Machaidze (Musetta), Alessio Arduini (Schaunard), Carlo Colombara (Colline)