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Die Weltwirtschaft bleibt weiterhin in einer Phase regen Wachstums. Allerdings wächst die Wirtschaft nur außerhalb Europas rasch, der Euroraum insgesamt hingegen zeichnet sich weiterhin durch niedriges Wirtschaftswachstum aus.

Dipl.-Ing. Dr. h. c. Albert Hochleitner  Vorsitzender des Vorstandes
Dipl.-Ing. Dr. h. c.
Albert Hochleitner
Vorsitzender
 

Innerhalb der EU konnten die neuen Mitgliedsländer ihren Wachstumsvorsprung gegenüber der EU 15 mit Hilfe ausländischer Direktinvestitionen und auf Grund sich günstig entwickelnder Binnennachfrage weiter ausbauen. Österreichs Wirtschaft befindet sich auf einem mäßigen Wachstumspfad, das Wirtschaftswachstum wird nach der zuletzt verfügbaren Prognose 2005 mit real 1,7% wachsen und liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert. Die Entwicklung der Warenausfuhr hat viel von der Dynamik des Vorjahres verloren, verstärkte Lieferungen in die Erdöl produzierenden Länder und nach Südosteuropa standen der schwachen Nachfrage aus dem Euroraum gegenüber. Die geringe Kapazitätsauslastung in Verbindung mit der Unsicherheit über den weiteren Konjunkturverlauf ließ die Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen weiter hinauszögern. Der Baubereich profitierte von Tief- und Wohnungsbau. Für die gestiegenen Verbraucherpreise um 2,4% war die Verteuerung von Energie und Wohnungsmieten verantwortlich. Der kräftige Anstieg des Arbeitskräfteangebotes hat die Arbeitslosenquote trotz Zunahme der aktiven Beschäftigung auf 5,1% weiter erhöht.
Für 2006 sehen die Wirtschaftsforscher aus sich abzeichnenden Aufwärtstendenzen eine vorsichtige Erholung der Eurozone. Für die neuen Mitgliedsländer der EU bleibt das Wachstum auf hohem Niveau. Österreich erwartet sich eine leichte Steigerung des Wirtschaftswachstums, gestützt auf anziehende Exporte und stärker werdende Binnennachfrage.
Die Inflationsrate wird sich nur geringfügig abschwächen, die Arbeitslosenquote bleibt trotz vorgesehener umfangreicher Arbeitsmarktförderungsmaßnahmen weiterhin hoch.

Geschäftsentwicklung der Siemens AG Österreich
Sowohl der Auftragseingang als auch der Umsatz des Geschäftsjahres 2005 weisen deutliche Steigerungen gegenüber dem Vorjahr auf. Volumenserhöhend wirkten vor allem die 2005 realisierte Integration der Geschäftstätigkeiten von Transportation Systems Rolling Stock (TS RS) von der Tochtergesellschaft Siemens Transportation Systems in die Siemens AG Österreich sowie die Verbesserung der anderen Geschäftsbereiche, insbesondere der Programm- und Systementwicklung. Der Auftragseingang betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2,557 Mrd. EUR und lag damit um 3,1% über dem entsprechenden Wert des Geschäftsjahres 2004. Der Umsatz des Berichtszeitraums belief sich auf 2,500 Mrd. EUR und liegt mit einer Steigerungsrate von 6,5% deutlich über dem entsprechenden Wert des Geschäftsjahres 2004. Beim Export wurde im Berichtsjahr ein Umsatz von 1,176 Mrd. EUR erzielt (Geschäftsjahr 2004: 1,148 Mrd. EUR). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte auf 254,6 Mio. EUR verbessert werden (Geschäftsjahr 2004: 250,9 Mio. EUR).
Von besonderer Bedeutung für Siemens Österreich sowie die Siemens AG war das Gelingen der Übernahme der VA Technologie AG. Der Akquisitionsprozess konnte nach fast einem Jahr nach Vorliegen der positiven Entscheidung der EU-Wettbewerbsbehörde am 13. 07. 2005 abgeschlossen und die operative Integration in Angriff genommen werden. Aufgrund einer Auflage der Wettbewerbsbehörde wurde der Verkauf der VA TECH-Wasserkraftaktivitäten eingeleitet. Die Bereiche Metallurgie, Energieübertragung und -verteilung werden in Stammhausbereiche des Siemens Konzerns integriert. Der weitgehend in Österreich und Osteuropa agierende Bereich Infrastruktur der VA TECH wird mit Siemens Österreich zusammengelegt. Unter der Marke Siemens Elin entsteht der mit Abstand größte österreichische Anbieter von elektrotechnischen Anlagen, Systemen und Dienstleistungen für den industriellen, gebäudetechnischen und kommunalen Infrastrukturbereich sowie für IT-Dienstleistungen im Wirtschaftsraum.
Der Bereich Communications Carrier (COM C) konnte seine Marktstellung im Geschäftsjahr 2005 weiter ausbauen und die Ergebniserwartungen deutlich übertreffen. Die Basis dafür ist das breite, innovative Produktportfolio, das von Netzinfrastruktur über professionelle Service- und Dienstleistungsangebote bis hin zu Applikationen für Fest- und Mobilfunkanbieter reicht. Der Fokus im Festnetzbereich liegt dabei auf Breitband-Netzwerken, Voice over IP (VoIP), innovativen Anwendungen sowie Mehrwertdiensten. So konnten diverse Projekte mit der Telekom Austria im Bereich NGN, VoIP und Breitband umgesetzt werden. Im Bereich der mobilen Infrastruktur konnte COM C seine hervorragende Position weiter stärken. Bei Telering wurden Projekte im Bereich der Sprachboxsysteme und diverse Umrüstungen im GSM- und GPRSBereich umgesetzt. Die Mobilkom Austria Group hat mit COM C einen Vertrag über die Installation einer Video-Streaming-Plattform abgeschlossen und der Ausbau der GSM-Netze in Slowenien und Kroatien wurde weitergeführt. Schon seit geraumer Zeit beliefert COM C die österreichischen UMTS-Lizenznehmer mit einem umfassenden Angebot an innovativen Produkt- und Serviceangeboten. So wurden auch im Geschäftsjahr 2005 bei „3“ unterschiedlichste Projekte umgesetzt, während bei T-Mobile Austria der erste österreichische Datendownload mittels „Datenturbo HSDPA“ als Pilotversuch gelang. Bei den Endgeräten konnte die Nr.-2-Position im österreichischen Markt bestätigt werden. Das Siemens Mobilfunkgeschäft wurde allerdings mit 1. Oktober 2005 weltweit und damit auch in Österreich an die BenQ Corporation verkauft. Erfolgreich war COM C auch in den internationalen Märkten des Wirtschaftsraumes sowohl im Festnetz- als auch im mobilen Bereich. So wurde beispielsweise in Serbien bei Telekom Srbija der Ausbau der Netze im Mobilbereich und die Festnetzdigitalisierung fortgesetzt. In Kroatien konnte der Auftrag für den Aufbau des auf Lichtwellenleitern basierenden DWDM-Netzes von T-Com Croatia gewonnen werden. In Afghanistan wurde ein Erweiterungsauftrag abgeschlossen und in Syrien konnte ein großes Bahn-Telekommunikationsnetz gewonnen werden.
In einem stark umkämpften Bereich der Sprach- und Datenunternehmensnetzwerke baute der Bereich Communications Enterprise (COM E) seine Marktführerschaft weiter aus. Die Schwerpunkte der Kommunikationslösungen, denen mittlerweile über 22.000 Vertragskunden vertrauen, liegen neben der konvergenten Sprach/Daten-Kommunikation auf Mobilität und Sicherheit. Umfangreiche Applikationen wie Unified Messaging, Desk Sharing oder Call-Center-Lösungen erhöhen die Flexibilität und Mobilität in den Unternehmen. COM E bietet mit HiPath Managed Services eine lückenlose Bereitstellung und Übernahme sämtlicher individueller Kommunikationsaufgaben des Kunden. Bei der MA 14 wird seit Oktober 2004 das bestehende Hicom-Netz auf HiPath 4000 für 24.000 Teilnehmer migriert. Auch der neue Office-Park der Flughafen Wien AG wurde mit einer HiPath 4000-Lösung ausgestattet. Eine umfangreiche Kommunikationslösung bestehend aus Telefon, der IP-Infrastruktur über Zutritt- und Kassensystem bis hin zur Thermen- Automatisation wurde für die Aqua Dome Tirol Therme Längenfeld geliefert. Die AMAG hat COM E im Rahmen von Managed Services mit der Ausstattung und der Betriebsführung von über 1.000 Arbeitsplätzen beauftragt. Auch konnte der Bereich seine Präsenz in Osteuropa deutlich steigern, was durch ein Auftragsplus von 30 Prozent bestätigt wird. So kamen beispielsweise Aufträge in der Slowakei bei der VUB Bank, in Bosnien bei Elektroprivreda BiH oder in Slowenien bei der Telekom Slovenien zustande. Die aktuelle IDC-Marktstudie bestätigt in einem stagnierenden Markt die Nr.-1-Position von Siemens Business Services GmbH & Co (SBS) bei österreichischen IT-Service- und -Dienstleistungsunternehmen. Mit ca. 300 SAP-Beratern im Geschäftsbereich „Solutions“ ist SBS das größte SAP-Beratungshaus Österreichs und wurde im Geschäftsjahr von SAP zum Businesspartner 2005 gekürt. Der Bereich „Operation Related Services“ betreibt die IT-Infrastruktur vieler großer Unternehmen oder öffentlicher Auftraggeber im größten industriellen Rechenzentrum in Österreich, das an fünf Standorten von SBS betrieben wird. Ein flächendeckendes Servicenetz wird über den Geschäftsbereich „Product Related Services“ zur Verfügung gestellt. Im Geschäftsjahr 2005 konnten zahlreiche Projekte umgesetzt werden. Die Einführung der e-card, bei der SBS Lösungs- und Betriebspartner ist, zeigt die führende Rolle bei Gesundheitsprojekten. Im Telekombereich hat der Mobilfunkbetreiber ONE seine gesamte IT-Infrastruktur an SBS ausgelagert. Die österreichische Post hat SBS neben SAP-Outsourcing mit einem innovativen Verrechnungsmodell für das Druckkosten-Outsourcing beauftragt. Auch im Wirtschaftsraum konnte SBS durch die Akquisition von drei Unternehmen seine Marktstellung weiter ausbauen.
Der Bereich Power Transmission and Distribution; Power Generation (PTD/PG) konnte im Geschäftsjahr 2005 seine Marktposition weiter festigen. Hervorzuheben ist die Errichtung des weltweit größten Biomassekraftwerkes in Wien-Simmering, ein Vorzeigeprojekt umweltschonender Energiegewinnung, durch den der CO2-Ausstoß jährlich um 144.000 Tonnen reduziert werden kann. Am selben Standort erfolgt derzeit für die Wienstrom GmbH die Einreichplanung für das Repowering des Blockkraftwerkes 1/2. Es soll hier ein GUD-Kraftwerk mit einer Leistung von maximal 820 MW Strom und maximal 450 MW Fernwärme mit modernster Siemens Technologie entstehen. In Zürich wird gemeinsam mit der Siemens Schweiz AG die Elektro- und Leittechnik im Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz modernisiert. Die Verbund-Austrian Power Grid setzt mit der Erneuerung der Hochspannungsausrüstung ebenso wie die Energieversorgung Niederösterreich mit einem Auftrag über Lasttrennschalteranlagen auf die Produkte und Lösungen von Siemens. Das staatliche rumänische Stromversorgungsunternehmen Transelectrica beauftragte den Bereich Power mit der Modernisierung des Umspannwerkes „Bukarest Süd“ und in Bosnien wird zurzeit das Stromversorgungsnetz neu gestaltet. Ferner konnte in der Slowakei ein Auftrag zur Modernisierung von drei Dampfturbinen bei Mondi Business Paper gewonnen werden.
Ein bedeutender Anbieter von elektrischen Energieübertragungs- und -verteilsystemen ist VA TECH Transmission and Distribution GmbH & Co KEG (T&D), deren Business Unit „Anlagen Energieverteilung (AE)“, Standort Wien, seit Oktober 2005 Teil der Siemens AG Österreich ist. Mit dem Ausbau des BEWAG-Umspannwerkes Rotenturm wird ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit des Südburgenlandes geleistet. In Bulgarien beauftragte das Stromversorgungsunternehmen NEK in Sofia T&D mit der Lieferung von 245-kV-Spannungswandlern. Im Zukunftsmarkt Rumänien erteilte die rumänische Verbundgesellschaft den Auftrag für die schlüsselfertige Erneuerung der beiden Hochspannungsanlagen Fundeni und Iernut.
Die VA TECH Transformers GmbH (TRF) vereint die beiden Unternehmen VA TECH EBG Transformatoren GmbH & Co, Linz, die das mittlere Leistungssegment bis 200 MVA bedient, und VA TECH ELIN Transformatoren GmbH & Co, Weiz, welches auf die Fertigung großer Leistungstransformatoren bis 1.300 MVA ausgerichtet ist. Obwohl die Transformatorenbranche mit Überkapazitäten in Europa und Nordamerika kämpft, wurden im Geschäftsjahr 2005 mit Projekten in den USA, Südafrika, Polen und Australien beachtliche Erfolge erzielt.
In einem wachsenden Markt für Automatisierungslösungen konnte die
VA TECH SAT GmbH & Co (SAT) zahlreiche Aufträge für Automatisierungsprojekte in den Marktsegmenten Wasserkraft, Bahn, Tunnel sowie Öl- und Gasverteilung gewinnen und somit Steigerungen im Auftragseingang und Ergebnis erzielen. Bei der Energie AG Oberösterreich gelang der erfolgreiche Einstieg in das Geschäftssegment der Energiezähler mit der Realisierung eines automatisierten Verbrauchsdatenerfassungs- und Informationssystems (AMIS). Ein weiterer großer strategischer Erfolg ist der Vertragsabschluss zur Lieferung von Automatisierungskomponenten für die Kraftwerksgruppe Vah in der Slowakei.
Der Bereich Automation and Drives (A&D) übertraf im Geschäftsjahr die Erwartungen deutlich und baute damit seine Marktstellung weiter aus. Mit den Plattformen „Totally Integrated Automation“ und „Totally Integrated Power“ bietet der Bereich als einziger Anbieter aufeinander abgestimmte und miteinander vernetzbare Produkte und Systeme an. Im Geschäft der Niederspannungsschalttechnik konnte mittels neuer Produkte, wie die neuen Sirius Sanftstarter, ein Marktanteilszugewinn erreicht werden. In München wurde beispielsweise die Allianz Arena mit SIVACON Stromschienen ausgestattet. Bei Magna Fahrzeugtechnik gelang die Integration der bisher getrennt aufgebauten Sicherheitstechnik in die Standardautomatisierung. Hervorhebenswert im Bereich der Prozessindustrie ist der Auftrag für die Modernisierung des Prozessleitsystems bei der Firma DSM Linz. Der Aufbau des Geschäftes mit Leittechnik PCS 7 führt zu Umsatzzuwächsen. Die gute vertriebliche Durchdringung der A&D im Wirtschaftsraum erhöhte weiter die regionalen Marktanteile.
Industrial Solutions and Services (I&S) ist der System- und Lösungsintegrator für Anlagen der Industrie und Infrastruktur sowie ein kompetenter Dienstleister über den gesamten Anlagen-Lebenszyklus von der Planung und der Errichtung über den Betrieb bis zur Instandhaltung und Modernisierung. I&S nutzt dafür elektrotechnische Produkte anderer Siemens Bereiche, um Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen in den Branchen Metallurgie, Zellstoff und Papier, Wasseraufbereitung, Öl und Gas, Fernwärme, Seilbahnen sowie Straßenverkehrstechnik und industrielle Dienstleistungen zu steigern. Der Bereich konnte im Geschäftsjahr 2005 die Erwartungen deutlich übertreffen. Zu den Kunden zählen beispielsweise die voestalpine Stahl GmbH, Linz, die I&S mit der Ausrüstung von Antriebs- und Automatisierungstechnik für die neue Feuerverzinkungsanlage 4 (FVZ) beauftragt hat. Die Papierfabrik W. Hamburger Spremberg GmbH in Deutschland hat I&S mit der Energieversorgung sowie einer werksweit durchgängigen Leittechniklösung beauftragt. Im Auftrag des Magistrats der Stadt Wien modernisiert I&S eines der drei Verkehrsrechnersysteme der zentralen Verkehrssteuerung. Durch die Integration mit VA TECH ELIN EBG ergeben sich zusätzliche Wachstumschancen vor allem im Wirtschaftsraum.
Die VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau GmbH & Co (Siemens VAI) als weltweit tätiges Unternehmen mit Hauptsitz im österreichischen Linz bietet den Kunden in der internationalen Eisen- und Stahlindustrie sowie dem Flachwalzsektor der Aluminiumindustrie Produktionstechnologien am letzten Stand der Technik. Das Leistungsangebot deckt die gesamte Prozesskette von der Eisen- und Stahlerzeugung über Stranggießen, Warm- und Kaltwalzwerke bis hin zu Bandbehandlungsanlagen inklusive der zugehörigen Automationslösungen ab und wird ergänzt durch Umweltanlagen, metallurgische Serviceleistungen und professionelles Projektmanagement. Siemens VAI, als neues Geschäftsgebiet des Siemens Unternehmensbereichs Industrial Solutions & Services (I&S), vereint nicht nur zwei der wichtigsten Technologiepartner der Eisen-, Stahl- und Aluminiumindustrie, sondern schafft auch die Grundlage, Kunden mit verstärkter Leistungskraft in allen Phasen des Anlagenlebenszyklus noch mehr zu bieten. Siemens VAI konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Auftragseingangserwartungen deutlich übertreffen. Beispielsweise wurde Siemens VAI von Hadeed in Al-Jubail, Saudi- Arabien, mit der Errichtung der weltgrößten Direktreduktionsanlage mit 1,75 Millionen Tonnen Jahreskapazität, mit der Modernisierung einer Feuerverzinkungsanlage sowie mit der Erweiterung des Elektrostahlwerkes beauftragt. Als Durchbruch für die COREX®-Technologie, einem umweltfreundlichen Verfahren zur Erzeugung von Roheisen, kann der Auftrag des chinesischen Stahlerzeugers Shanghai Baosteel bezeichnet werden. Weitere Auftragserfolge konnte Siemens VAI mit einem Warmwalzwerk für Mittal Steel in Polen sowie im Automationsbereich mit der Modernisierung des Tandem-Kaltwalzwerkes bei Salzgitter Flachstahl in Deutschland sowie der Breitbandstraße bei Ruukki in Finnland verzeichnen. Im Geschäftsgebiet Metallurgie Services wurde die Wachstumsstrategie erfolgreich fortgeführt. Siemens VAI konnte somit das positive konjunkturelle Umfeld in der Eisen- und Stahlindustrie auch 2005 weiter nützen. Ihre führende Marktstellung bei elektromechanischen, elektronischen und haustechnischen Systemen sowie Anlagen und Dienstleistungen konnte die VA TECH ELIN EBG GmbH & Co (Siemens Elin) trotz eines stagnierenden Marktes in Österreich erhalten bzw. durch Aktivitäten in Südosteuropa überkompensieren. Für das Fußballstadion Allianz Arena München ist Siemens Elin für die gesamte technische Gebäudeausstattung verantwortlich. Von der Raffinerie Schwechat erhielt Siemens Elin den Generalunternehmerauftrag zur Modernisierung der Kondensataufbereitungsanlage. In der Slowakei wurde der Outsourcing- Auftrag zur Instandhaltung im Bereich Elektro-, Mess- und Regeltechnik sowie für die Hochspannungsschaltanlage der Papierfabrik Tento a.s. in Žilina gewonnen und in Bulgarien erhielt Siemens Elin den Turn Key Contract für die Revitalisierung der HVB Bank Biochim Sofia.
Der Erfolg von Building Technologies (SBT) basiert auf dem konsequenten Einsatz führender Technologien bei der Gebäudetechnik und -automatisierung, der Brandschutztechnik und Sicherheitstechnik sowie der profunden Kenntnis der Geschäftsprozesse. Der Bereich bietet Komplettlösungen weit über die übliche Gebäudetechnik hinaus aus der Hand eines einzigen Anbieters. So wurden beispielsweise im Geschäftsjahr 2005 Gebäudemanagementsysteme für das Krankenhaus Linz sowie das Landeskrankenhaus Vöcklabruck für haustechnische Anlagen projektiert und realisiert. In Salzburg wurde das Haus für Mozart mit moderner Gebäudeleittechnik und Sicherheitstechnik ausgestattet. Im Wirtschaftsraum konnte beispielsweise das neu errichtete Tanklager der OMV in Sofia gegen unbefugten Zutritt, Brand oder Sabotage abgesichert werden. Auch der Bereich Logistics & Assembly Systems (L&A) konnte trotz der schwierigen konjunkturellen Lage in Österreich und dem weitergehenden Preisverfall die Geschäftsziele erreichen. So konnten im Geschäftsjahr 2005 Projekte im Bereich Distribution & Industry bei der Firma Blum, Haberkorn und Henkel gewonnen werden. In den Bereichen Airport Logistics und Post-Automatisierung wurden Projekte am Flughafen Ferihegy in Budapest sowie für die Post in Slowenien und Bulgarien realisiert. Auch im Bereich der Elektronikfertigung wurden durch zahlreiche Aufträge unter anderem für Bosch, Puls, Iskra Emeco die Ziele erreicht bzw. übertroffen.
Marktführer im Wirtschaftsraum in der Signal- und Leittechnik ist der Bereich Rail Automation & Power (TS RA&P). Neben den Ländern des Wirtschaftsraumes ist TS RA&P vertrieblich für Marokko, Tunesien, Algerien und die Tschechische Republik verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2005 wurde für die ÖBB die 65 km lange Strecke von Wien nach Nickelsdorf mit dem ersten grenzüberschreitenden Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) ausgerüstet. Die Projekte Graz Hauptbahnhof und Zentralverschiebebahnhof Wien wurden im Rahmen des Ausbaus des ÖBB-Streckennetzes mit elektronischen Stellwerken (ESTW) weiter ausgebaut. Für die rumänische Bahn errichtet TS RA&P sieben elektronische Stellwerke und rüstet die 40 km lange Strecke von Baneasa nach Fundulela mit ETCS Level 1 aus.
Mit Anfang 2005 wurde der Regionalvertrieb Transportation Systems Rolling Stock (TS RS) für den Wirtschaftsraum in die Siemens AG Österreich integriert. Im Geschäftsjahr 2005 kommen zu den bestehenden Vertriebsaufträgen der Lokomotiven vom Typ Taurus und der Dieseldesiros zusätzlich 40 Dieseldesiros für die ÖBB hinzu. 25 elektrisch angetriebene Züge des Typs Desiro Classic EMU und 25 Dieseldesiros (DMU) wurden von der Bulgarischen Staatsbahn geordert. Mit Beginn nächsten Jahres wird mit der Auslieferung der neuen Generation der ULF-Straßenbahnen, von denen die Wiener Linien im Jahr 2004 150 Stück bestellten, begonnen.
Die Bereichsgesellschaft Siemens Transportation Systems GmbH & Co KG (STS Ö) mit Entwicklungs- und Vertriebsaufgaben und Werken in Wien und Graz konnte im Geschäftsjahr 2005 ihre Ziele erreichen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 238 Fahrzeuge ausgeliefert. Zu den bestehenden Metro-Aufträgen aus Boston, Shanghai, Kaohsiung (Taiwan), Melbourne und Nürnberg kam der Abruf der dritten Generation der Wiener U-Bahn. Weiters bestellte die tschechische Bahn 12 Schlafwagen. Aus Lissabon wurden Aufträge über 96 und aus Budapest Aufträge über 40 Combino-Niederflur-Straßenbahnen hereingenommen. Im Kompetenzzentrum für Fahrwerke in Graz wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.300 Fahrwerke für den Fern- und Nahverkehr entwickelt und produziert. Hierbei waren ein Großauftrag über 300 Doppelstock- Fahrwerke für Trenitalia, Lokomotivdrehgestelle für Vietnam, Triebzugdrehgestelle für England, Metrodrehgestelle für Guangzhou und Shanghai enthalten. Trotz starken Wettbewerbs hat Medical Solutions (MED) im Berichtsjahr die Geschäftserwartungen erfüllt. Hierbei waren die bildgebenden Systeme in Österreich und im Wirtschaftsraum die größten Umsatzträger und die bereits sehr hohen Marktanteile konnten weiter ausgebaut werden. Erstmals können beispielsweise durch den Einsatz von ultraschnellen Computer-Tomographen, die 64 Schichten pro Rotation gleichzeitig erfassen, wirkungsvoll und nichtinvasiv die Herzkranzgefäße untersucht werden. Die im Vorjahr dargestellte Tim-Technolgie (Total imaging matrix) hat sich erwartungsgemäß im Markt durchgesetzt. Im Bereich der Strahlentherapie Krems geht der Turn-Key-Auftrag in die Endphase. Auch im Ultraschallbereich konnte trotz des aggressiven Verdrängungswettbewerbs der hohe Marktanteil behauptet werden.

Forschung und Entwicklung
Die treibende Kraft für Forschung und Entwicklung in der Siemens Gruppe Österreich ist die Programm- und Systementwicklung (PSE). Etwa 6.000 Beschäftigte weltweit an mehr als 20 Standorten sind für alle Arbeitsgebiete des Hauses Siemens tätig. Erstmals befanden sich im Berichtsjahr mehr als die Hälfte der MitarbeiterInnen außerhalb von Österreich in den strategisch aufgebauten Low-Cost-Standorten, um damit einen optimalen Kostenmix in den angebotenen Leistungen zu erreichen. Die PSE hat dabei stets speziellen Fokus auf die vernetzte Kooperation gelegt, so dass Kompetenzen und Know-how in dem internationalen Netzwerk verteilt genutzt werden können.
In Hangzhou wurde in enger Kooperation mit dem Bereich COM ein zweiter Standort in China aufgebaut, dessen Fokus zunächst auf der Entwicklung von 3G-Mobilfunk-Technologien liegt und der in Folge zügig ausgebaut werden soll. Forschungsschwerpunkte lagen im Geschäftsjahr 2005 beispielsweise auf der Entwicklung von zukunftsgerichteten satellitengestützten Mautsystemen, auf Lösungen für die Nutzung von Telekommunikation in Flugzeugen oder auf einem von der PSE entwickelten, hochinnovativen System Kapalink zur Datenübertragung in einem elektrischen Nahfeld anstatt über Draht oder Funk. Die Mitarbeit im WiMAX-Forum und die Entwicklung eines 4G-Demonstrators unterstreicht die hervorragende Kompetenz auf dem Feld der Mobilfunkkommunikation.
Siemens Industrial Manufacturing, Engineering and Applications (SIMEA) ist der Elektronikwerke-Verbund von Siemens, der vom Vertrieb über das Engineering, den Einkauf und die Logistik bis zur Fertigung die gesamte Prozesskette einer modernen Elektronikfertigung abdeckt. Hochtechnologieproduktion komplexer Produkte und mittlere Stückzahlen werden im Wiener Werk gefertigt, während am Standort in Siegendorf im Burgenland eine hochautomatisierte Fertigung großer Stückzahlen für Haushaltsgeräte und die Automobilindustrie erfolgt. Handarbeitsintensive Produkte sollen am Standort Sibiu in Rumänien gefertigt werden. Permanente Prozessoptimierung und konsequente Maßnahmen zur Steigerung der Produktivität und der Innovationen sind der Grund, dass SIMEA geschäftlich erfolgreich ist.

Wirtschaftsraum
Mit Beginn des Geschäftsjahres 2005 hat Siemens Österreich neben der Slowakei, Slowenien, Kroatien, Serbien und Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Rumänien auch die Verantwortung für Bulgarien übernommen.
Damit ist der durch Siemens Österreich verantwortete Wirtschaftsraum inklusive Österreich auf 8 Länder angewachsen.
Der bereits in der Vergangenheit sehr positive Wachstumstrend der Regionalgesellschaften konnte auch im Geschäftsjahr 2005 deutlich fortgesetzt werden. Sehr erfreulich dabei ist, dass auch Bulgarien bereits einen erheblichen Beitrag über die ursprüngliche Planung hinaus geleistet hat.
Die im Rahmen des Wachstumsprojektes gesetzten Maßnahmen und Aktivitäten führten im Auftragseingang zu einer Steigerung um fast 30% gegenüber dem Vorjahr. Inklusive Bulgarien konnten 1.332 Mio. EUR nach 1.034 Mio. EUR im Vorjahr erreicht werden. Der Umsatz betrug 913 Mio. EUR und wurde gegenüber dem Vorjahr (822 Mio. EUR) um 11% ausgebaut. Erfreulich war auch die Entwicklung des operativen Ergebnisses, welches im Berichtsjahr 36,4 Mio. EUR betrug und gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden konnte.
Zum 30. 09. 2005 beschäftigten die Regionalgesellschaften 2.476 Mitarbeiter.
Die Siemens s.r.o. in der Slowakei kann auf das bisher mit Abstand erfolgreichste Geschäftsjahr zurückblicken. Der Auftragseingang stieg um 46% auf 183 Mio. EUR, der Umsatz um 21% auf 167 Mio. EUR. Dabei erzielte die Gesellschaft ein Rekordergebnis. Der Mitarbeiterstand ist zum 30. 09. 2005 auf 420 Beschäftigte angewachsen. Größter Bereich ist weiterhin COM, wo es u.a. gelungen ist, exklusiver Lieferant für intelligente Netzwerke beim Mobilnetzbetreiber T-Mobile zu werden. Medical Solutions konnte die Spitzenergebnisse des Vorjahres mit der Lieferung von MR-Anlagen und umfangreicher medizintechnischer Ausrüstung an verschiedene Krankenhäuser wiederholen. Besonders erfolgreich war der Bereich SBT u.a. mit einem Projekt zur Gebäudesicherheit für die Slovak Telekom. Ebenfalls sehr erfolgreich waren die Industriebereiche A&D und I&S in der Zementindustrie (Holcim) sowie bei Gummi- und Reifenherstellern (Konštrukta, Continental, Matador) oder auch im Stahlwerk U.S. Steel Košice.
Siemens Slowenien konnte den hohen Auftragseingang des Vorjahres, der durch den Erhalt eines Auftrages über 20 E-Loks erzielt wurde, nicht wiederholen, jedoch ein gutes Niveau von 106 Mio. EUR erzielen. Der Umsatz betrug 70 Mio. EUR mit 96 Mitarbeitern. Hervorhebenswert waren die Aufträge an PG durch das Thermokraftwerk Šoštanj über 2 Gasturbinen samt Leittechnik und an TS über 100 Schiebewandwaggons durch die Slowenische Bahn, die bei TVT Maribor gefertigt werden.
Hauptergebnisbringer waren die Bereiche A&D und MED. A&D ist weiterhin uneingeschränkter Marktführer mit SIMATIC, MED konnte die führende Marktposition durch Lieferungen von MR- und CT-Geräten an das Onkologische Institut Ljubljana, das Krankenhaus Izola und an ein privates Diagnosezentrum (MEDILAB) ausbauen.
I&S konnte einen weiteren Auftrag über Antriebe vom Stahlwerk Acroni in Jesenice entgegennehmen und liefert die Ausrüstung für den größten Tunnel (Trojane) auf der Autobahnstrecke Ljubljana-Maribor.
In Kroatien konnte der Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr nochmals um 20% auf 224 Mio. EUR und der Umsatz um fast 10% auf 206 Mio. EUR gesteigert werden. Auch Kroatien erreichte dadurch die bislang erfolgreichsten Geschäftszahlen.
COM ist in Kroatien weiterhin der führende Anbieter von Mobilfunktechnik und baute u.a. für T-Mobile Kroatien das UMTS-Netz auf. Auch im Festnetzbereich konnte bei ADSL die führende Marktposition bei der kroatischen Telekom gefestigt werden. Äußerst erfolgreich war auch der Bereich I&S, z.B. mit Modernisierungsaufträgen für die kroatische Öl- und Gasindustrie bei der Messtechnik sowie bei der Wiederherstellung des größten Krans der Welt in der Werft von Rijeka. Facility Management positionierte sich als führender Anbieter am Markt u.a. mit längerfristigen Verträgen bei den führenden Banken in Kroatien (Zagrebačka und Privredna Banka). Wesentlich ausgebaut wurde auch das Engagement der PSE mit nunmehr 686 von insgesamt 1.245 Mitarbeitern der Regionalgesellschaft zum 30. 09. 2005.
Die Siemens d.o.o. in Bosnien und Herzegowina kann auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurückblicken. Der Auftragseingang konnte um mehr als 16% auf 97 Mio. EUR und der Umsatz um 12% auf 76 Mio. EUR bei einer Mitarbeiterzahl von 90 gesteigert werden. Auch im abgelaufenen Jahr war der wichtigste Bereich COM, der seine führende Position bei den drei Telekom- Operatoren (BH Telekom, Telekom RS und ERONET) im Mobil- wie auch Festnetz festigen konnte. Dabei wurden auch Turn-Key-Projekte erfolgreich von der Baugenehmigung bis zur Inbetriebsetzung von Basisstationen realisiert. Ferner konnte mit dem Projekt Power III, ein gemeinsames Projekt von COM und PTD (SCADA EMS und Telekommunikationstechnik) für die drei Energieversorger des Landes, auch die Marktführerschaft im Energiebereich ausgebaut werden. Sehr erfolgreich war erneut der Bereich Medical Solutions, u.a. mit der Lieferung des ersten 4-D-Ultraschallgerätes für das Klinische Zentrum Sarajevo. TS erhielt einen weiteren Auftrag über Refurbishment von Straßenbahnen der Verkehrsbetriebe in Sarajevo (GRAS).
In Serbien und Montenegro konnten die guten Vorjahreszahlen auf Grund der anhaltend schwierigen makroökonomischen Situation nicht erreicht werden. Der Auftragseingang belief sich auf 80 und der Umsatz auf 82 Mio. EUR. Das Ergebnis konnte aber deutlich gesteigert werden. Zum Stichtag waren 186 Mitarbeiter beschäftigt.
Wichtigster Bereich ist weiterhin COM, wo die gute Partnerschaft mit der Telekom Srbija sowohl im Festnetzbereich (EWSD) als auch im Mobilfunk ausgebaut werden konnte. Nennenswerte Aufträge wurden auch mit Mobtel, dem zweiten Mobilfunkbetreiber im Land, und der Telekom Montenegro unterzeichnet. Die Marktführerschaft im Bereich Medical Solutions wurde durch Aufträge des Gesundheitsministeriums über 4 Angio-Säle und einen CT sowie einen Angio- Saal und einen CT für die Privatklinik „Ostrog“ weiter ausgebaut.
Im Kosovo erhielt der Bereich PTD von der Kosovo Trust Agency den Auftrag zur Errichtung von zwei 110-kV-Umspannwerken und der Rekonstruktion einer 220-kV-Schaltstation. Damit ist PTD weiterhin im Kosovo uneingeschränkter Marktführer. Für die Siemens S.R.L. in Rumänien war das abgelaufene Geschäftsjahr sehr erfolgreich. Der Auftragseingang konnte um mehr als 23% auf 286 Mio. EUR und der Umsatz um fast 12% auf 172 Mio. EUR gesteigert werden. Die Mitarbeiterzahl zum 30. 09. 2005 betrug 213.
TS RA&P erhielt von der Rumänischen Staatsbahn SNTFC einen Auftrag über die Lieferung von sieben elektronischen Stellwerken am Korridor IV und konnte den bestehenden Rahmenvertrag zur Lieferung von Desiro-Zügen erfolgreich fortsetzen. Der Bereich COM wurde vom Mobilfunkbetreiber MOBIFON mit der Lieferung von UMTS beauftragt. Bei I&S konnten Aufträge zur Befeuerung des Flughafens Otopeni in Bukarest sowie zur Modernisierung eines Hochofens im Stahlwerk Mittal Steel in Galati entgegengenommen werden.
PTD erhielt den Auftrag zur Errichtung des größten 400-kV-Umspannwerkes (Bukarest Süd) in Rumänien. A&D konnte nochmals kräftig um 20% wachsen und trug wesentlich zum Ergebnis bei.
Siemens Bulgarien, als jüngstes Mitglied im Wirtschaftsraum, blickt auf das bisher erfolgreichste Geschäftjahr seiner Geschichte zurück.
Mit einem Auftragseingang von 355 Mio. EUR und einem Umsatz von 141 Mio. EUR wurden die Vorjahreszahlen im Auftragseingang nahezu verdreifacht und im Umsatz um 55% gesteigert. Mit 01. 10. 2005 wurde die Regionalgesellschaft Siemens EOOD und die COM-Bereichsgesellschaft Siemens Information and Communication EOOD verschmolzen. Zum 30. 09. 2005 waren insgesamt 226 Mitarbeiter beschäftigt.
Der mit Abstand größte Erfolg war die Beauftragung von TS durch die staatliche Eisenbahngesellschaft BDZ EAD über 25 Diesel-Regionalzüge sowie 25 elektrische Regionalzüge einschließlich langfristiger Wartung.
Ferner erhielt der Bereich PTD vom staatlichen Energieversorger NEK EAD einen Auftrag zur schlüsselfertigen Modernisierung eines 400-kV-Umspannwerkes in Plovdiv. L&A wurde durch die Bulgarische Post mit der Lieferung einer schlüsselfertigen Postsortieranlage einschließlich Gebäudeerrichtung und Ausstattung beauftragt.
Mit MTel, dem größten Mobilfunkbetreiber im Land und Beteiligungsunternehmen der Mobilkom-Austria-Gruppe, konnte die sehr gute Partnerschaft im Mobilfunkbereich, aber auch bei der Errichtung eines Glasfasernetzwerkes fortgesetzt werden.

Investitionsvolumen
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betrugen 29,5 Mio. EUR und lagen um 10,9% unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres. Diese Investitionen umfassten vor allem Erweiterungen und Erneuerungen unserer Daten- und Informationstechnik. Im Bereich COM E wurde in vermietete Anlagen investiert.
Der Zugang bei den Finanzanlagen geht im Wesentlichen auf die Erhöhung der Beteiligung an der Tochterfirma KDAG in der Höhe von 908,2 Mio. EUR im Zusammenhang mit dem Erwerb von VA TECH zurück. Weiters erfolgte der Erwerb von zwei Siemens Regionalgesellschaften in Bulgarien im Zusammenhang mit der Übernahme der Regionalverantwortung.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die Bilanzsumme des Geschäftsjahres 2005 hat sich trotz einiger struktureller Änderungen im Vergleich zum Vorjahr nur um 88,3 Mio. EUR erhöht. Die Integration der Geschäftsaktivitäten von TS RS sowie projektbezogene Vorlaufaktivitäten bewirken aktivseitig eine Erhöhung von 86,1 Mio. EUR. Die Zugänge bei den Finanzanlagen sowie der Verkauf von Wertpapieren führen – gemeinsam mit dem Rückgang von Konzernforderungen – lediglich zu einer Strukturverschiebung auf der Aktivseite der Bilanz. Auf der Passivseite resultiert die Erhöhung der Bilanzsumme aus dem Anstieg von Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Gemessen an der entsprechenden Bilanzsumme ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 26,9%.

Vorschlag zur Gewinnverwendung
Der Vorstand der Siemens Aktiengesellschaft Österreich schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2006
Im Geschäftsjahr 2006 wird vergleichbar (d.h. unter Berücksichtigung des Mobile Devices Carve Out in 2005) erneut mit einer Steigerung des Geschäftsvolumens gerechnet. Sowohl beim Umsatz als auch beim Auftragseingang kann von einem Übertreffen der Vorjahreswerte ausgegangen werden. Der offensive Wachstumskurs vor allem in den Ländern des Wirtschaftsraumes wird fortgesetzt. Für Österreich werden bei den Arbeitsgebieten Power, Automation and Control sowie Medical Wachstumseffekte erwartet. Einen Schwerpunkt in diesem Geschäftsjahr wird der Zusammenschluss von Siemens Österreich und VA TECH bilden.


Wien, 28. Oktober 2005
Der Vorstand

Dipl.-Ing. Dr. h. c. Albert Hochleitner
Vorsitzender

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