WIENER PHILHARMONIKER - RICCARDO MUTI

Sonntag, 16. August 2015 - Beginn: 11:00

PETER I. TSCHAIKOWSKI - Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35, JOHANNES BRAHMS - Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Motiv Wiener Philharmoniker, © Salzburger Festspiele / Luigi Caputo
Motiv Wiener Philharmoniker, © Salzburger Festspiele / Luigi Caputo
Musik aus der Taufe zu heben, und damit auch ein Stück weit mit zu prägen, ist Ehre und Verantwortung zugleich. Die Wiener Philharmoniker machen in Salzburg ihre eigene Rolle in der Musikgeschichte auf konkrete Weise lebendig: In diesem und auch im folgenden Festspielsommer gibt das Meisterorchester eine Auswahl jener großen Werke, die es einst selbst uraufgeführt hat oder die zumindest eng mit seiner Vergangenheit verbunden sind. Die 2. und 3. Symphonie von Johannes Brahms etwa, deren Premieren einst Hans Richter geleitet hat, werden nun von Riccardo Muti und Semyon Bychkov erarbeitet; Daniel Barenboim interpretiert Mahlers Neunte, die Bruno Walter erst nach dem Tod des Komponisten vorstellen konnte. Bei der Uraufführung seiner großen f-Moll-Messe arbeitete Anton Bruckner erstmals direkt mit Mitgliedern der Philharmoniker zusammen – der geglückte Beginn eines dann lange Zeit schwierigen Verhältnisses; 20 Jahre später führte das Orchester seine 8. Symphonie unter Hans Richter zum Triumph. Leitet dieses Monumentalwerk Altmeister Bernard Haitink, tritt für die Messe mit Yannick Nézet-Séguin ein Vertreter der jungen Dirigentengeneration für Bruckner ein. An Franz Schmidt, selbst Philharmoniker und Solocellist im Hofopernorchester, erinnert dessen 2. Symphonie, für die sich Semyon Bychkov einsetzt. Bei Bohuslav Martinu und Peter I. Tschaikowski schließlich verknüpft sich die Orchestergeschichte auch mit der Festspielhistorie: Les Fresques de Piero della Francesca erlebten 1956 in Salzburg unter Rafael Kubelík ihre Uraufführung – und Anne-Sophie Mutter feiert mit Tschaikowskis Violinkonzert ein denkwürdiges Jubiläum: Exakt 30 Jahre zuvor hat sie es bereits hier gespielt. Am Pult der Philharmoniker stand damals Herbert von Karajan.

Besetzung

Dirigent: Riccardo Muti | Violine: Anne-Sophie Mutter | Orchester: Wiener Philharmoniker