ELEKTRA

Montag, 15. August 2016 - Beginn: 20:00

Tragödie in einem Aufzug von Richard Strauss (Salzburger Festspiele 2010, Großes Festspielhaus). Eine Produktion von UNITEL CLASSICA und Arthaus Musik

Eva-Maria Westbroek als Chrysothemis und Iréne Theorin als Elektra
Eva-Maria Westbroek als Chrysothemis und Iréne Theorin als Elektra
Elektra“, erklärte der Regisseur Nikolaus Lehnhoff seine Interpretation der Tragödie von Richard Strauss, „ist von der Idee besessen, den Mord an ihrem Vater zu rächen. Agamemnon ist Zentrum und Dämon ihrer ,idée fixe‘. Elektra lebt ausschließlich in der Vergangenheit und ist als Figur einzig in Verbindung mit dieser Idee existent. Durch diese absolute Fixierung auf die Idee verkümmert der Mensch zur Marionette – ein grausamer Akt der Selbstaufgabe und des Identitätsverlustes. Die Oper spielt in einem primär von Elektra besetzten Raum, eine Schaltzentrale ihrer Obsession. Sie hat sich in ihrer Gedanken-Festung geradezu eingemauert, ein Gehäuse, das zugleich Schutzraum und Falle ist. Es geht in dem Stück um die Sichtbarmachung innerer Zustandsbilder, um existenzielle Notstände und Zwangssituationen. Am Ende stehen Selbstbetrug und Selbstzerstörung, die in einem Totentanz kulminieren. Das Drama endet mit derselben Grundproblematik, mit der es begonnen hat. Nur die Rollen wurden vertauscht. Es gibt keinen Ausweg aus dem Kreislauf des Verbrechens. Der Fluch bleibt bestehen. Die Erinnyen stehen vor der Tür.“

Besetzung

Dirigent: Daniele Gatti | Regie: Nikolaus Lehnhoff | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 110 Minuten | Mit: Waltraud Meier (Klytämnestra), Iréne Theorin (Elektra), Eva-Maria Westbroek (Chrysothemis), Robert Gambill (Aegisth), René Pape (Orest)