SALOME

Sonntag, 26. August 2018 - Beginn: 20:00

Musikdrama in einem Aufzug von Richard Strauss (Salzburger Festspiele 2018, Felsenreitschule – in deutscher Sprache). Eine Koproduktion von ORF, 3sat und UNITEL

Asmik Grigorian singt die Salome.
Asmik Grigorian singt die Salome.
Der italienische Regisseur Romeo Castellucci, der die Zuschauer immer wieder mit verblüffenden, ja verstörenden Bilderwelten zu konfrontieren weiß, inszeniert für die Salzburger Festspiele 2018 in der Felsenreitschule Salome, das von Richard Strauss 1903 vertonte einstige Skandalstück Oscar Wildes um die Tragödie einer Femme fatale, die zum Inbild pervertierter Lust avancierte. Romeo Castellucci, der über die ungewöhnliche Fähigkeit verfügt, Bilder hervorzubringen, in denen das Wissen des Unbewussten pulsiert, macht die Figur der Salome zum Angelpunkt, verwandelt sie in die Flamme, die alles Anwesende belebt und die im Tanz der sieben Schleier emporlodert und sich verbraucht. Als „Tragödie des Blicks“ begreift Castellucci Salome, worin unterschiedlichste Blickkonstellationen als Ausdruck des Begehrens wirksam werden, oszillierend zwischen der Faszination zu sehen und betrachtet zu werden. Geplant ist eine konzentrierte, „minimale Salome, die durch Weglassen wirken wird“, sagt Castellucci. „Das Begehren ist deshalb so interessant, weil es jeden von uns im Innersten betrifft. Mit Salome betrachten wir in Wirklichkeit uns selbst.“

Besetzung

Dirigent: Franz Welser-Möst | Regie: Romeo Castellucci | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 100 Minuten| Mit: John Daszak (Herodes), Anna Maria Chiuri (Herodias), Asmik Grigorian (Salome), Gábor Bretz (Jochanaan), Julian Prégardien (Narraboth)