ARIODANTE

Sonntag, 4. August 2019 - Beginn: 20:00

Dramma per musica in drei Akten von Georg Friedrich Händel (Salzburger Festspiele 2017, Haus für Mozart – in italienischer Sprache). Eine Koproduktion von ORF/3sat und UNITEL

Cecilia Bartoli als verzweifelter Ariodante
Cecilia Bartoli als verzweifelter Ariodante
Heute rechnet man Ariodante (1734) zu Händels Meisterwerken, nachdem der Oper um Neid und Misstrauen, Machtgier und Betrug in London anfänglich nur ein mäßiger Erfolg beschieden war. In Salzburg allerdings geriet sie zu einem Triumph in der Inszenierung von Christoph Loy, der das mittelalterliche Ritterepos als Grundlage für eine Studie über Identitäten, Wahrheitssuche und Geschlechterrollen benutzte. Im Zentrum dabei und aus einem glänzenden Sänger-Ensemble herausragend Cecilia Bartoli natürlich mit Bart und Schwert als Titelheld, der durch die enorme Niedertracht des Bösewichts Polinesso fast um sein Glück, die Heirat mit Ginevra, der Tocher des schottischen Königs, gebracht wird. Einmal mehr wurde die Bartoli von der Kritik in den siebten Himmel gelobt: „Cecilia Bartoli wirft sich in der Titelrolle einmal mehr ins Zeug, mit allem, was sie zu bieten hat, und das ist viel. Abgesehen von den schauspielerischen Qualitäten zeigt sich ihre Stimme in der Tiefe gurrend präsent, die Koloraturen kommen flüssig und akkurat wie aus der Nähmaschine – und ihre Pianissimo-Kultur ist beeindruckend.“

Besetzung

Dirigent: Gianluca Capuano | Regie: Christof Loy | Orchester: Les Musiciens du Prince – Monaco | Dauer: 216 Minuten| Mit: Nathan Berg (König von Schottland), Kathryn Lewek (Ginevra), Cecilia Bartoli (Ariodante), Rolando Villazón (Lurcanio), Sandrine Piau (Dalinda), Christophe Dumaux (Polinesso)