SIMON BOCCANEGRA

Samstag, 31. August 2019 - Beginn: 20:00

Melodramma in einem Prolog und drei Akten von Giuseppe Verdi (Salzburger Festspiele 2019, Großes Festspielhaus – in italienischer Sprache). Eine Koproduktion von ORF/3sat und UNITEL

Marina Rebeka ist die verlorene Tochter.
Marina Rebeka ist die verlorene Tochter.
Der deutsche Regisseur Andreas Kriegenburg inszeniert bei den heurigen Salzburger Festspielen Verdis dunkelstes Werk Simon Boccanegra. Wer sich auf die komplizierte Handlung mit ihren schicksalhaften Verkettungen und zwanghaften Wiederholungen einlässt, begegnet einem fatalistischen Geschichtsdrama von beklemmender Aktualität: Männer machen Geschichte und Frauen sind die Opfer. Die historischen Ereignisse um die bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen zur Mitte des 14. Jahrhunderts in Genua sind aber nur die Folie für ein Drama um Liebe, Schuld und Sühne. Paolo, der An-führer der Volkspartei, will mit der Wahl des populären Korsaren Simon Boccanegra zum Dogen die Macht des Adels brechen. Simone lehnt zunächst ab. Aber Paolo kennt seine verwundbare Stelle: Maria, seine Geliebte und die Mutter seiner Tochter. Für sein privates Glück lässt Boccanegra sich erpressen und setzt sich selbst als Pfand, um schließlich genau dieses Glück zu verlieren. Denn die von ihrem Vater Jacopo Fiesco gefangen gehaltene Maria stirbt, während die Tochter spurlos verschwindet. Was Simone bleibt, ist das Amt des Dogen, bis sich das Schicksal wiederholt.

Besetzung

Dirigent: Valery Gergiev | Regie: Andreas Kriegenburg | Orchester: Wiener Philharmoniker | Dauer: 180 Minuten | Mit: Luca Salsi (Simon Boccanegra), Marina Rebeka (Amelia Grimaldi), René Pape (Jacopo Fiesco), Charles Castronovo (Gabriele Adorno), André Heyboer (Paolo Albiani)