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Digital Factory


Industrie 4.0

Barack Obama zu Gast bei Siemens

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Start der Hannover Messe 2016 - die Zukunft der industriellen Fertigung.

Gestern war US-Präsident Barack Obama zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Gast am Siemens-Stand der Hannover Messe. Dort gibt es in diesem Jahr Industrie 4.0 zum Anfassen: Beim größten Einzelaussteller der weltweit wichtigsten Industriemesse erleben die Besucher wie Ingenieurskunst im Zeitalter der Digitalisierung dazu beiträgt, die industrielle Fertigung der Zukunft konkret umzusetzen. Im Mittelpunkt: Das Lösungsangebot „Digital Enterprise“.

Empfang von Joe Kaeser und Klaus Helmrich
10:00 Uhr, gestern Vormittag: eine große Menschenansammlung betritt die Halle 9 auf dem Messegelände in Hannover – Angehörige der amerikanischen Delegation, Vertreter aus Politik und Wirtschaft sowie unzähliges Sicherheitspersonal, flankiert von zahlreichen Presse- und Medienvertretern. Der Tross um Bundeskanzlerin Angela Merkel und Barack Obama bahnt sich seinen Weg zum Siemens-Stand. Dort wurden sie von Joe Kaeser und Vorstandsmitglied Klaus Helmrich empfangen.

Golfschläger für US-Präsident
„Während andere noch über Industrie 4.0 reden, zeigen wir, wie die Zukunft der industriellen Fertigung schon heute ganz real funktioniert“, brachte es der Siemens-Chef auf den Punkt. Dabei betonte er auch die Bedeutung der USA: Seit über 160 Jahren sei das Land ein wichtiger Teil von Siemens, und spiele aktuell gerade vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Software im Rahmen des Digital Enterprise eine ganz entscheidende Rolle. Obama bestätigte den Stellenwert der Digitalisierung für eine zunehmend flexiblere, kundenspezifische Produktion. Gleichsam als Beleg dafür überreichte Kaeser den beiden Regierungschefs zwei mit Siemens PLM Software gefertigte Golfschläger des US-Sportgeräteherstellers Callaway. Obama überzeugte sich umgehend vom guten Handling des Schlägers.

Industrielle Wertschöpfung im Zeitalter von Industrie 4.0
Als größter Einzelaussteller zeigt Siemens auf einer Fläche von rund 3.500 Quadratmetern  anhand konkreter Lösungen, was intelligente, industrielle Wertschöpfung im Zeitalter von Industrie 4.0 ausmacht. „Auf der Hannover Messe präsentieren wir unseren Besuchern in diesem Jahr, wie wir die virtuelle und die reale Fertigungswelt zu einem hochflexiblen, hochverfügbaren und vernetzten „Ecosystem“ verbinden – und dabei Daten aus Entwicklung, Produktion und Lieferantenkette voll durchgängig integrieren“, schildert Peter Weckesser, Chief Operating Officer (COO) bei Siemens PLM Software (DF PL) und Leiter des Siemens-Messestandes.

"Ingenuity for Life - Driving the Digital Enterprise"
Siemens bietet neue Tools, Lösungen und Produkte in vier Kernelementen: industrielle Software und Automatisierungsportfolio, industrielle Kommunikation, Sicherheit und Services. „Ingenuity for Life – Driving the Digital Enterprise“: Das Motto des diesjährigen Siemens-Auftritts macht deutlich, wohin der Trend in der industriellen Fertigung geht: bestehende Technologien mit neuen Technologien wie Datenanalytik, Cloud oder dem Internet der Dinge zu verknüpfen, um die virtuelle und die reale Fertigungswelt zusammenzubringen. Das gilt auch für die Branchen in den Prozessindustrien. Hier punktet Siemens mit Branchen- und Prozess-Know-how kombiniert mit fundierten Kenntnissen im Bereich der Automatisierung sowie der Industrie-Software und Datenanalytik.

Industrie 4.0 in der Praxis
Doch wie funktioniert die Verschmelzung von realer und virtueller Welt ganz praktisch? Und welche Rolle spielt dabei „Ingenuity for life“? In eigens installierten Highlight Cubes vermitteln interaktive Exponate, wie Ingenieurskunst bereits heute das Digital Enterprise Wirklichkeit werden lässt. Beispiel Automobilproduktion: Die digitale Autofabrik verknüpft auf Basis der Digital Enterprise Software Suite und entsprechender Hardware Design- und Planungsphase, Engineering und Produktion bis hin zum fertigen Produkt. Eine virtuelle Produktionszelle verdeutlicht, wie sich zum Beispiel die Inbetriebnahmezeit für eine Fertigungslinie mit dem TIA Portal signifikant verkürzen lässt – bei BMW bereits heute Realität. Neben weiteren Themenschwerpunkten wie 3D-Druck (Additive Manufacturing) und der Entwicklung der Papier- hin zur Fiber-Industrie wird auch das Thema Energie beleuchtet: Die Fertigung der Zukunft benötigt eine sichere, zuverlässige und effiziente Stromversorgung. Mit Totally Integrated Power (TIP) unterstützt Siemens Kundeninvestitionen durch ein modulares, durchgängiges Angebot an Produkten, Lösungen, Software und Dienstleistungen über alle Spannungsebenen hinweg.

Golfen, Surfen, Bergsteigen
Ein besonderes Highlight steuert das diesjährige Partnerland USA dem Siemens-Auftritt bei: In der US Sports Zone erleben die Besucher, wie durchgängige Digitalisierung neue Chancen für Design, Entwicklung und Vermarktung von Sportartikeln eröffnet. Ob Golfen, Surfen oder Bergsteigen: Leistungsfähige Software von Siemens gestaltet den Trend hin zu intelligenten, noch stärker vernetzten und personalisierten Sportprodukten aktiv mit.

"Noch bessere Lösungen"
Noch bis zum 29. April können sich Kunden, Interessenten und Besucher ein Bild machen vom Digital Enterprise, dem konkret verfügbaren Lösungsportfolio von Siemens für den Wandel hin zu Industrie 4.0 in der Fertigungs- und Prozessindustrie. Dies betonte auch Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, im Rahmen der traditionellen Siemens-Pressekonferenz vor rund 180 Journalisten und Industrieanalysten: „Um unsere Kunden, egal welcher Unternehmensgröße oder Branche, optimal auf dem Weg hin zu Industrie 4.0 zu unterstützen, haben wir unser Digital-Enterprise-Portfolio weiterentwickelt. So können wir ihnen noch mehr und noch bessere Lösungen für ihre Anforderungen bieten.“

Autor:
Claus Gerhalter

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