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Mobility


Bessere Bohrer bringen Produktivität

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Arnulf Wolfram, Leitung Mobility Division, Siemens Österreich, Michael Schickhofer, Landeshauptmann-Stellvertreter der Steiermark, Stefan Erlach, Leitung Siemens Mobility Division, Fahrwerke Graz und Anton Müller, geschäftsführender Gesellschafter, SHW Werkzeugmaschinen (v. l. n. r.) nehmen die digital gesteuerten Hightech-Bohrwerke in Betrieb.

4,5 Millionen Euro für Modernisierung im Drehgestell-Werk in Graz.

Siemens modernisiert das Weltkompetenzzentrum für Fahrwerke in Graz: Mit der feierlichen Inbetriebnahme neuer und digital gesteuerter Hightech-Bohrwerke im Wert von 4,5 Millionen Euro wurde eine erste wichtige Einzelmaßnahme erfolgreich umgesetzt. Eingebettet ist dieser Schritt in das „Machining Concept 2020“, mit dem Produktionsabläufe im Werk optimiert, die Produktivität weiter gesteigert und die internationalen Wettbewerbsvorteile des Standorts ausgebaut werden.

Drehgestelle aus dem Werk Graz werden bei zahlreichen Siemens-Schienenfahrzeugen eingesetzt, so auch bei den Taurus-Loks, den Railjets und Cityjets der ÖBB, und der neuen Europa-Lok Vectron.

Hightech-Bohrwerke: 65 Tonnen schwer, so groß wie ein Haus

Um Prozesszeiten in der Fertigung zu verkürzen, die Präzision der Arbeitsschritte zu steigern und die Produktivität zu erhöhen kommen ab sofort zwei digitale Bohrwerke zum Einsatz, die insgesamt 65 Tonnen wiegen. Mit den Abmessungen von 14,5 Metern Länge, 10 Metern Breite und 7 Metern Höhe erreicht die Anlage in etwa die Dimension eines Einfamilienhauses. Ein neu gebautes Fundament aus 400 Quadratmetern Stahlbeton gibt der Anlage ausreichende Stabilität. Besonders vorteilhaft ist der Zeitgewinn: er entsteht, weil der Drehgestellrahmen zur weiteren spanenden Bearbeitung - bohren, fräsen oder auch Gewinde schneiden - anders als früher nur einmal aufgespannt werden muss. Die Fahrwerkskomponenten werden anschließend passgenau angebracht. Auch die Umwelt profitiert von der moderneren Technologie, weil ausschließlich Trockenbearbeitungsverfahren angewendet werden. Damit entfällt die Entsorgung von Kühl- und Schmierstoffen.

Herzstück der Anlage sind die von Siemens entwickelten SIMATIC-Steuerungen der neuesten Generation, die das Zusammenspiel der Anlagenmodule regeln. Im Betrieb werden laufend Werkzeug- und Anlagedaten ausgelesen, analysiert und zur Kontrolle sowie Optimierung des Produktionsprozesses eingesetzt. Das ermöglicht eine lückenlose Überwachung und Steuerung der Fertigung und führt zu entsprechend hoher Produktionsqualität.

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