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Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

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Digital Factory


Fertigung der Zukunft

"Das Produkt ist Wissen"

Seestadt 4.0
Klaus Pseiner, FFG; Vorstandsvorsitzender Wolfgang Hesoun, Siemens Österreich; Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner; Bundesminister Alois Stöger; Bürgermeister Michael Häupl; Rektorin Sabine Seidler, TU.

Österreichs erste Pilotfabrik für Industrie 4.0 startet mit Siemens-Technik in der Seestadt Aspern.

Heute eröffneten das bmvit und die TU-Wien in der Seestadt Aspern die erste Pilotfabrik für Industrie 4.0 in Österreich. Siemens lieferte und installierte dabei als eines von 19 Unternehmen moderne Technologie, um in dem Werk neue Produktionsverfahren zu entwickeln. Bis 2017 wird das bmvit drei weitere Anlagen dieser Art errichten.

Industrie 4.0 – Fabrik der Zukunft
Mit Hilfe des neuen Werks sollen sich heimische Unternehmen auf die Zukunft der Industrieproduktion einstellen: Die durchgängige Digitalisierung und Vernetzung von Werkzeugmaschinen, Robotern und Produkten über das Internet – kurz Industrie 4.0. In der Pilotfabrik werden neue Methoden der Fertigung erforscht, damit sie später von den Unternehmen in ihre reguläre Produktion aufgenommen werden können. Wolfgang Hesoun: Die zunehmende Digitalisierung bringt weitgehende Veränderungen für die Unternehmen und die Gesellschaft. Für den Standort Österreich ist dies Chance und Herausforderung zugleich.“ Denn Industrie 4.0 ist nicht nur Hebel zu Effizienzsteigerung, sondern auch eine Chance neue Dienstleistungen und innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln. „Gerade für Hochlohnländer wie Österreich sind intelligente Produktionsformen wichtig, um im internationalen Wettbewerb zu reüssieren und Standortnachteile auszugleichen. Dafür braucht es profunde Kenntnisse. Diese können gemeinsam in dieser Pilotfabrik erforscht und weiter entwickelt werden“, so Hesoun weiter.

Insgesamt werden vier Millionen Euro in die erste Pilotfabrik investiert. Die Hälfte davon kommt vom bmvit, den Rest investieren die TU Wien und beteiligte Unternehmen, darunter auch Siemens Österreich.

Individualität vom Fließband
Geplant ist in der Fabrik beispielsweise die sogenannte „variantenreiche Serienfertigung“. Das ist jene neue Form der Produktion, in der Kunden individuelle Einzelstücke vom Fließband erhalten, beispielsweise maßgeschneiderte Prothesen und an persönliche Bedürfnisse angepasste Autos. Außerdem wollen die TU Wien und die Unternehmen in der Pilotfabrik individualisierte 3D-Drucker produzieren. 3D-Druck selbst ist eine Schlüsseltechnologie für die Produktion.

Das Werk soll darüber hinaus auch als Lernlabor für die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genutzt werden. Bundesminister Stöger: „Das Produkt der Pilotfabrik ist Wissen.“

Die Partner
Die Partnerunternehmen der ersten Pilotfabrik sind: Atos IT Solutions and Services, Bosch Rexroth, COPA-DATA, EMCO, evolaris, Festo, GGW Gruber, IGM Robotersysteme, Jungheinrich, Kellner & Kunz, Logcom, memex, Phoenix Contact, plasmo Industrietechnik, SAP Österreich, Siemens AG Österreich, Siemens Industry Software, teXXmo, Trilogiq, Würth Österreich, Zetes Austria und ZOLLER.

Weitere Schritte
Die erste Phase läuft bis 2017. Dann soll die neue Fabrikshalle am Gelände neben dem derzeitigen Standort bezogen werden. Die Wirkung der Pilotfabrik soll laufend evaluiert werden und die gewonnenen Erkenntnisse in die Planung weiterer Werke einfließen.

Autor:
Claus Gerhalter

 

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