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Energie und Union

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v.l: Michael Strebl, Maroš Šefčovič, Ulli Sima, Wolfgang Hesoun.

EU-Kommissar besucht Seestadt Aspern.

Vergangene Woche informierte sich EU-Kommissar Maroš Šefčovič in Wien über das Smart City-Projekt in der Seestadt Aspern. Die Energieforschungs-Kooperation ASCR mit Siemens als Partner wurde erst kürzlich bis 2023 verlängert.

Nachhaltigkeit, Innovation und urbane Energielösungen standen im Mittelpunkt des Wien-Aufenthalts von Maroš Šefčovič. Am Donnerstag besuchte der Kommissar der Energieunion gemeinsam mit Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke, Wolfgang Hesoun (Generaldirektor Siemens AG Österreich) und Michael Strebl (Geschäftsführer Wien Energie) die Forschungskooperation ASCR in der Seestadt Aspern. Diese gilt europaweit als beispielgebend in der urbanen Energieforschung.

Integrativer Ansatz - reale Daten

Wolfgang Hesoun, Generaldirektor Siemens AG Österreich: „Die Forschungsgesellschaft sticht vor allem durch ihren integrativen Ansatz hervor. Denn es sind nicht Einzelelemente, sondern die komplexen Zusammenhänge des Energiesystems, die anhand realer Daten beforscht werden. Gemeinsam ist es den Projektpartnern mittlerweile gelungen, Daten und Messwerte zu analysieren und so erste Erkenntnisse, die bereits in konkrete Projekte eingeflossen sind, zu gewinnen.“

Maroš Šefčovič ergänzte: „Intelligente Energiesysteme, nachhaltige Lösungen und die Reduzierung von CO2-Emissionen sind Themen, die ganz Europa bewegen. Das Forschungsprojekt ASCR in Wien arbeitet an diesen Lösungen und die Ergebnisse sind beeindruckend. Ich freue mich, dass ich mich heute persönlich vor Ort informieren konnte. Hier wird die Energiezukunft gestaltet.“

ASCR 2.0: 45 Millionen Euro für Energieforschung

Die ASCR betreibt seit 2013 eine der innovativsten und nachhaltigsten Energieeffizienz-Demonstrationskooperationen Europas. Ins Leben gerufen wurde die ASCR von Siemens, Wien Energie, Wiener Netze, der Wirtschaftsagentur Wien und der Seestädter Entwicklungsgesellschaft Wien 3420. Im Jänner 2018 haben die Eigentümer die Fortsetzung der Zusammenarbeit beschlossen. Bis 2023 steht der ASCR 2.0 ein Budgetvolumen von 45 Millionen für die weitere Forschungsarbeit zu Verfügung.

Urbane Energiezukunft

Leitgedanke der ASCR ist es, die urbane Energieerzeugung, die Speicherung und den Energieverbrauch zu optimieren und so den CO2-Ausstoß zu reduzieren. Die Interaktion mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Seestadt ist wesentlich für das Projekt. 111 Haushalte haben sich entschieden, aktiv am Forschungsprojekt teilzunehmen. Sie haben die Möglichkeit, mit einer eigens entwickelten Smart Home Control App ihren Energieverbrauch zu beobachten und aktiv zu steuern.

Ausweitung der Forschungsbereiche

Die erste Phase der ASCR war von 2013 bis Ende 2018 festgelegt. Nun geht es weiter bis 2023. Die Vorbereitungen auf ASCR 2.0 sind in vollem Gange: Es werden neue Gebäude als Testbeds gesucht und neue Forschungsfragen definiert. Klar ist bereits, dass neben der Vertiefung der Forschung in den Bereichen Smart Building und Smart Grid die Digitalisierung des gesamten Energiesystems noch stärker in den Mittelpunkt rücken wird. Dazu gehören auch die sektorenübergreifende Energiesystemoptimierung und der Aufbau einer „Datendrehscheibe“. Darüber hinaus will das ASCR-Team an neuen, datenbasierten Energiemarktmodellen arbeiten. Neu ist zudem die Einbindung der E-Mobilität als Herausforderung für die Stromnetze der Zukunft.

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