together.magazin

Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

together.magazin - Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

Corporate


Interview mit Gerald Murauer

Gut aufgestellt

Murauer 5

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage kann die Forschungseinheit Corporate Technology (CT) auf eine positive und stabile finanzielle Entwicklung in CEE verweisen, erzählt Gerald Murauer, Leitung CT CEE.

Welche Rolle hat die Forschungseinheit Corporate Technology (CT) bei Siemens im CEE-Raum?
Nur mit Forschung und Entwicklung kann Siemens langfristig seine Innovations- und Know-how-Führerschaft sichern. Dabei spielt die Forschungsabteilung eine wichtige Rolle. In der CT CEE sind insgesamt rund 850 MitarbeiterInnen beschäftigt. Sie helfen den Kunden dabei, komplexe Fragestellungen zu lösen und sich auf künftige Herausforderungen einzustellen. Dadurch können diese Effizienz und Produktivität steigern und Alleinstellungsmerkmale generieren. Wir setzen auf die Zusammenarbeit und den Know-how Austausch mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, um gemeinsam marktkonforme Entwicklungen durchzuführen. Und wir konzentrieren uns dabei auf Technologien, die einen hohen Effekt für künftige Geschäftsmodelle haben.

Sind die Forschungsfelder der CT grundlagen- oder anwendungsorientiert?
Die CT hat einerseits die Anforderungen der Business Units im Blick und fungiert andererseits als Mittler zur grundlagenorientierten Forschung. Ziel ist aber natürlich in erster Linie bei den verschiedenen Problemstellungen aus den Siemens-Sektoren Hilfe zu leisten. Typischerweise entwickeln die ForscherInnen der CT bis zum Prototypen, die endgültige Umsetzung in ein Produkt übernimmt dann die Business Unit.

Was ist der Grund für externe Kooperationen und welche anderen Kooperationsprojekte mit externen Partnern gibt es derzeit?
Forschungsziele können mit qualitätsvollen Allianzen oft schneller und besser erreicht werden. Siemens kann Ideen einbringen, weiß was der Markt zukünftig fordern könnte, während externe Forschungspartner wissenschaftliche Grundlagen und spezifisches Know-how einbringen. So profitieren beide Seiten voneinander. Deswegen haben wir vielfältige Kooperationen mit Partnern aus Industrieunternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Forschungseinrichtungen. Mit der TU Wien kooperieren wir zum Beispiel zum Thema Smart Grid, aber auch im Bereich Electronic Design. Kooperationen gibt es auch mit der Medizinischen Universität Wien, der Johannes Kepler Universität Linz oder der Technischen Universität Graz. Mit dem FH Technikum Wien arbeiten wir im Rahmen eines neuen Josef-Ressel-Zentrums für Design und Verifikation von eingebetteten Computersystemen. Wir beteiligen uns aber auch an übergreifenden Netzwerken und Kooperationsplattformen wie zum Beispiel der österreichischen Technologieplattform zum Thema Smart Grids.

Wie wirkt sich die aktuelle Wirtschaftslage auf die Projekte im CEE-Raum aus?
Trotz der schwierigen Wirtschaftslage haben wir eine positive und stabile finanzielle Entwicklung. Wir haben gut aufgestellte Forschungsgruppen, deren Lösungskompetenz von den Kunden anerkannt wird. Die Kombination von Kompetenzen im jeweiligen Technologiefeld und der Implementierungsnähe zeichnet sie aus. Die hohe Qualität der CT wird auch durch die ISO 9001 und ISO 13485 Zertifizierungen bestätigt, die im Juni 2013 für die gesamte CT R CEE verlängert wurden. Der CEE-Raum generell ist weiterhin durch einen realen Investitionsbedarf geprägt. Die CT hat hier eine starke Basis. Zahlreiche Kompetenzzentren und Produktionsstätten, eine dynamische F&E-Entwicklung, qualifiziertes Personal und forschungsorientierte Universitäten machen die Standorte attraktiv.

Interview:
Elisabeth Dokaupil

Bewertung:
3,1 (1.862 Stimmen)
Ihre Bewertung