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Energy Management


Interview mit Ernst Wendl, Wiener Netze.

"Immer flexibel und kundenorientiert"

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DI Michael Nissel (Siemens AG Österreich), Ing. Christian Hirschmugl (Siemens AG Österreich), DI Michael Swoboda (Wiener Netze), Prok. Ing. Ernst Wendl (Wiener Netze), Ing. Klaus Christof (Wiener Netze).

Wiener Netze GmbH kauft Mittelspannungsanlagen aus unserem Unternehmen.

Die Wiener Netze GmbH setzt bei der Vorbereitung auf künftige „smart grids“ (intelligente Netze) auf Verteilnetzschaltanlagen von Siemens. Die erste gasisolierte Mittelspannungsanlage des Typs 8DJH wurde im April dieses Jahres in der Bundeshauptstadt in Betrieb genommen. Der Rahmenvertrag läuft bis 31. Dezember 2022, der Auftrag hat ein Volumen von rund sieben Millionen Euro. Lesen Sie mehr über dieses Projekt in einem Interview mit Ernst Wendl von der Wiener Netze GmbH.


together.online: Die Wiener Netze GmbH ist mit über 11.000 Trafostationen der größte Verteilernetzbetreiber Österreichs. Wie stellen Sie unter diesen Voraussetzungen eine Versorgungssicherheit von nahezu 100 Prozent sicher?

Die Wiener Netze setzen seit jeher auf Innovation und technische Weiterentwicklung. Dadurch wird die hohe Versorgungssicherheit für unsere 1,6 Millionen Kunden rund um die Uhr gewährleistet.

together.online: Auf welche Art trägt Siemens Österreich zu dieser Versorgungssicherheit bei?

Die Wiener Netze setzen auf unterschiedlichste Produkte der Firma Siemens. Etwa in der Hoch- und Mittelspannung, aber auch in der Sekundärtechnik wie Schutz- und Leittechnik.

together.online: Welche Technologie wird dabei verwendet?

Bei den Verteilernetzstationen werden künftig nur mehr Kompaktschaltanlagen eingesetzt, die über einen langfristigen Rahmenvertrag mit Siemens abgerufen werden.

together.online: Auf welcher Grundlage haben sich die Wiener Netze für die 8DJH-Schaltanlage entschieden?

Bei den Wiener Netzen wurde die Entscheidung für einen Umstieg von luftisolierten auf gasisolierte Schaltstationen getroffen. Im Zuge einer europaweiten Ausschreibung gemäß dem Bundesvergabegesetz hat die Firma Siemens als Bestbieter den Zuschlag dafür erhalten.

together.online: Inwiefern ist die Entscheidung für die Siemens-Anlage eine Vorbereitung auf künftige intelligente Netze, sogenannte „smart grids“?

Unseren technischen Vorgaben entsprechend erfüllt die Siemens-Schaltanlage alle Voraussetzungen, die künftig in einem smarten Wiener Netz benötigt werden. Die entsprechenden Signale werden auf genormten Steckverbindungen geführt, die auch Teil der Leistungserbringung der Firma Siemens sind. Damit sind die 8DJH-Schaltanlagen voll fernsteuerbar und für den Einsatz im „smart grid“ bestens geeignet.

together.online: Welche Vorteile bringen diese „smart grids“ für den Endverbraucher?

Kürzere Ausfallzeiten und damit eine höhere Verfügbarkeit des Netzes.

together.online: Gibt es neben den technischen Vorteilen auch noch andere, wirtschaftliche Argumente für den Einsatz der fabrikgefertigten Schaltanlage?

Wir haben hier wesentliche finanzielle Vorteile gegenüber den bisher im Eigenbau errichteten luftisolierten Anlagen. Die Montage erfolgt rasch und spart gegenüber der herkömmlichen Bauweise viele Mannstunden an Montagezeit.

together.online: Der Rahmenvertrag für diesen Auftrag hat eine Laufzeit von sieben Jahren – warum gerade über diesen Zeitraum?

Aufgrund der geforderten Referenzen waren bei der Ausschreibung nur technisch ausgereifte Produkte zugelassen, wie unter anderem jenes der Firma Siemens. Durch die lange Vertragslaufzeit wird sichergestellt, dass die Wiener Netze ihren Anlagenpark langfristig standardisiert halten. Dies bietet sowohl wirtschaftliche Vorteile in der Lagerhaltung und Störungsbehebung wie auch bei der einheitlichen Bedienbarkeit für das Personal.

together.online: Hat Sie in der Zusammenarbeit mit Siemens Österreich irgendein Aspekt besonders beeindruckt?

In der Kooperation mit den Wiener Netzen zeigten sich die Mitarbeiter von Siemens immer flexibel und kundenorientiert. Insbesondere Michael Nissel und Christian Hirschmugl sind dabei besonders hervorzuheben. Wir stellen selbst höchste Ansprüche an unsere Technik und Mitarbeiter und erwarten das auch von unseren Geschäftspartnern. Die Wiener Netze versorgen rund zwei Millionen Menschen mit 99,99prozentiger Sicherheit – das geht nur mit einem verlässlichen und kompetenten Partner. Mittlerweile wurden 50 Anlagen der Type 8DJH in kurzer Zeit errichtet.


together.online: Seit wann arbeiten die Wiener Netze mit Siemens Österreich zusammen und was würden Sie sich für eine weitere Kooperation in einem neuen Projekt noch wünschen?

Die Wiener Netze bestehen seit über 100 Jahren und es gibt seit vielen Jahrzehnten eine ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Siemens AG Österreich. Dies ist auch eine gute Basis für zukünftige gemeinsame technische Herausforderungen.

Autor:
Claus Gerhalter

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