together.magazin

Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

together.magazin - Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

Mobility


Kabellose Diagnose

scott690.jpg

Forschungsprojekt SCOTT mit Siemens: digitale Lösungen für Sensorsysteme bei Zugfahrwerken.

Das Internet der Dinge (IoT – Internet of Things) steht für die Vision, dass jedes Objekt und jeder Ort in der physischen Welt ein Teil des Internets werden kann. Künftig wird es die Industrie, die Arbeitswelten und unser tägliches Leben revolutionieren. Im Forschungsprojekt „SCOTT – Secure COnnected Trustable Things“ arbeiten 57 Partner aus 12 Ländern an der Markteinführung des IoT. Das mit 40 Millionen Euro dotierte Projekt unter der Leitung von VIRTUAL VEHICLE wird von der EU gefördert. Das Ziel ist, umfassende, kostengünstige Lösungen für eine drahtlose, durchgehend sichere, vertrauenswürdige Konnektivität zu schaffen. 

Funktechnologie für Fahrwerksdiagnose
Als Teil des Konsortiums testet Siemens digitalisierte Lösungen bei Zug-Fahrwerken.

Bislang werden Diagnose- und Sensorsysteme von Fahrwerken verkabelt ausgeführt, um die sichere Datenübertragung zu gewährleisten. Das ist aufwändig und kostenintensiv. In Zukunft soll die Kommunikation über wireless sensor networks abgewickelt werden, was einen breiteren Anwendungsbereich wie etwa Nachrüstlösungen eröffnet, da diese nur mit einer Funktechnologie wirtschaftlich realisiert werden können.

Sichere Funktionalität auch bei harten Umweltbedingungen
„Mit installierten sensorbasierten Diagnosesystemen in unseren Fahrzeugen können Bahnbetreiber vorausschauende Wartungskonzepte einführen und damit ihre Kosten senken sowie ihre Flotte effizienter betreiben. Als Folge davon steigt die Wettbewerbsfähigkeit, das System Schiene wird für die Gesellschaft sowie die Fahrgäste günstiger und attraktiver“, erklärt Bernhard Giptner von Siemens Mobility Graz. Im Rahmen von SCOTT soll dafür eine zuverlässige und sichere Funktechnologie, die einen geringen Energieaufwand benötigt, evaluiert werden. „Die besondere Herausforderung ist, eine Lösung zu finden, die auch unter rauen Umweltbedingungen, wie beispielsweise massiven  Temperaturänderungen und Vibrationen, denen Fahrgestelle ausgesetzt sind, zuverlässig und langlebig funktioniert“, meint Funkexperte Martin Schiefer von Siemens Corporate Technology in Wien.

Autor:
Claus Gerhalter

Bewertung:
3,0 (309 Stimmen)
Ihre Bewertung