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Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

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Mobility


Integrierte Mobilitätsplattform

Mobilität durch Vernetzung

mobility app
Siemens City

Im Stau stehen ist für viele Arbeitnehmer in europäischen Städten tägliches Morgenritual. Die städtische Infrastruktur kann die Menge des Individualverkehrs einfach nicht mehr richtig verarbeiten.

Die Verkehrsteilnehmer der Zukunft können flexibel das für sie optimale Fortbewegungsmittel wählen. Sie gewinnen Zeit und haben zusätzlich den Mehrwert einer zentralen Abrechnung. Die Kommunen profitieren durch das Vermeiden von teuren Staus und eine Reduktion von Emissionen. Doch wie lässt sich eine umfassende Vernetzung unterschiedlicher Transportangebote überhaupt realisieren? Eine von Siemens entwickelte Integrierte Mobilitätsplattform (IMP) eignet sich als Werkzeugkasten für integrierte Mobilität.

"Herausforderungen technisch gut zu bewältigen"
Die IMP führt Echtzeitdaten mehrerer Mobilitätsanbieter und der Verkehrsmanagementzentralen zusammen, leitet umgekehrt Informationen und Kundenanfragen an diese weiter und vereinheitlicht aus unterschiedlichen Quellen stammende Daten. Daraus generiert das System Reisedaten für die Nutzer, Störungs- und Änderungsmeldungen, Tickets für Smartphones und Computer sowie Abrechnungsinformationen. Nils Schmidt, Leiter Road and City Mobility IT bei Siemens: „Sicher wird es im Einzelfall bei den Schnittstellen ein paar knifflige Fragen geben, insgesamt aber sind die technischen Herausforderungen gut zu bewältigen.“

Im System hinterlegt sind die Konditionen für ein Roaming der Mobilitätsanbieter untereinander – also der Modus, wie die Dienste eines anderen Anbieters in eine Anwendung zu integrieren sind. Gleichzeitig werden alle Abrechnungsprozesse zwischen Verkehrsbetrieben und ihren Kunden unterstützt. Diese Verfahren sind vom Mobilfunk-Roaming her grundsätzlich bekannt. Wichtiger sind die Business-Modelle: Wer führt so einen Service ein? Bei wem ist der Endkunde registriert? Wer verdient an welcher Stelle? Wie viel und welche Preismodelle sind marktgerecht? In manchen Fällen wird vielleicht ein starker Verbund die Rolle des Serviceproviders übernehmen, bei anderen Modellen könnten die Anbieter praktisch gleichberechtigt nebeneinander stehen.

Standardisierte Rahmenverträge sowie die Unterstützung bei der Vermittlung und Ausgestaltung dieser Verträge zwischen den Mobilitätsanbietern sollen zukünftig ebenfalls zum Leistungsumfang der IMP Services gehören. Ein integriertes Vertriebsmodul erlaubt die zentrale Verwaltung aller Verkaufsprozesse und unterstützt die Standardisierung der Geschäftsabläufe – zum Beispiel den Fahrkartenverkauf, das Abo- und Kundenmanagement oder das elektronische Fahrgeldmanagement – und automatisiert den Datenfluss vom Verkauf über die Abrechnung bis zur Verbuchung. Die automatische Erfassung der Strecken und Zeiten schafft mehr Transparenz im Hinblick auf Passagierzahlen, bevorzugte Reisezeiten und die Auslastung bestimmter Strecken.

Bequeme Reiseplanung
Auch die Nutzer eines solchen Systems werden den neuen Komfort schnell zu schätzen wissen. Denn durchgängige Informations- und Bezahlsysteme auf IMP-Basis können der Reiseplanung, der komfortablen Verkehrsmittelwahl, der Tarifoptimierung und der Nutzung alternativer Verkehrsangebote im Fall von Verspätungen dienen. An Smartphone oder Computer wählen Nutzer zunächst ihr Reiseziel und bekommen die Empfehlung für eine persönliche Reiseroute angezeigt.

Autorin:
Elisabeth Dokaupil

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