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Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

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Corporate


Neue Struktur der Siemens AG

Vision 2020

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Die Siemens AG wird sich künftig entlang der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung aufstellen.

In diesen Wertschöpfungsketten hat unser Unternehmen mehrere Wachstumsfelder identifiziert, in denen es für sich langfristig die größten Potenziale sieht und auf die es künftig ausgerichtet wird. Zu den konkreten Maßnahmen in diesem Zusammenhang gehören der Kauf des überwiegenden Teils der Energiesparte von Rolls-Royce und die Einbringung von Metals Technologies in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Mitsubishi. Zudem wird ein Börsengang des Audiologie-Geschäfts vorbereitet.

Außerdem wird Siemens die Organisation flacher und kundenorientierter aufstellen. Die Zahl der Divisionen sinkt von 16 auf künftig neun. Die Ebene der Sektoren wird aufgelöst und damit werden Hierarchiestufen abgebaut. Das Healthcare-Geschäft bleibt in seiner Struktur erhalten und wird künftig innerhalb des Unternehmens eigenständig geführt: So wird es flexibler, um den langfristigen Wandel im Markt für Medizintechnik aktiv zu gestalten.

Gasturbinen, Windkraft, Prozessindustrie, digitale Fabrik
In der Elektrifizierung und Automatisierung hat Siemens in vielen Bereichen schon eine klare Nummer-1-Position. Dort gehören beispielsweise die Märkte für kleine Gasturbinen sowie Offshore-Windanlagen zu den Wachstumsfeldern. Sie profitieren von der steigenden Nachfrage nach sicherer und nachhaltiger Stromversorgung. In der Prozessindustrie bieten sich für unser Unternehmen etwa mit seinen Automatisierungs- und Antriebslösungen attraktive Möglichkeiten, den Markt noch stärker auszuschöpfen. Attraktive Wachstumspotenziale eröffnet auch die Förderung von unkonventionellem Öl und Gas. 

Dazu möchte Siemens das Potenzial der zunehmenden Digitalisierung voll nutzen. Die digitale Fabrik eröffnet dank Software und Simulationen die Möglichkeit zu deutlich schnelleren und effizienteren Produktentwicklungen. Datengetriebenen Services, Software und IT-Lösungen kommen eine entscheidende Bedeutung zu, da sie einen erheblichen Einfluss auf alle künftigen Wachstumsfelder von Siemens haben.

Ergebnismargen-Bänder für die Divisionen
Die Divisionen erhalten ab dem Geschäftsjahr 2015 als Zielvorgabe ein Ergebnismargenband vor PPA (Purchase Price Allocation) – also akquisitionsbedingten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Diese Bänder orientieren sich an den Ergebnissen der wesentlichen Wettbewerber der jeweiligen Division.

Power and Gas 11 – 15%
Wind Power and Renewables 5 – 8%
Energy Management 7 – 10%
Building Technologies 8 – 11%
Mobility 6 – 9%
Digital Factory 14 – 20%
Process Industries and Drives 8 – 12%
Healthcare 15 – 19%
Financial Services 15 – 20% (Eigenkapitalrendite)                                   

Noch stärkere Beteiligung der MitarbeiterInnen
Das Unternehmen will seine Aktienprogramme für MitarbeiterInnen unterhalb der Senior-Managementebene erweitern und die Anzahl der MitarbeiterInnen-Aktionäre um mindestens 50 Prozent auf deutlich über 200.000 steigern. Dazu stellt Siemens jährlich erfolgsabhängig bis zu 400 Millionen Euro zur Verfügung. Außerdem steht der Beginn des bereits angekündigten Aktienrückkaufprogramms mit einem Volumen von bis zu vier Milliarden Euro bevor.

"Unsere Vision 2020 adressiert die langfristigen Perspektiven unseres Hauses entlang der Wertschöpfungskette der modernen Elektrifizierung und der Automatisierung. Mit der Ausweitung der aktienorientierten Beteiligung der MitarbeiterInnen am Unternehmenserfolg schaffen wir eine nachhaltige Eigentümerkultur bei Siemens", so Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

Autor:
Claus Gerhalter

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