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Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

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Corporate


Neue Erkenntnisse aus riesigen Datenmengen

Was Big Data kann

Big Data
Grafik: Christina Lehner

Die Auswertung von Infos auf unseren Servern ermöglicht neue Services. Auch die weltweit wachsenden Städte werden davon profitieren.

Energieversorgern bieten intelligent ausgewertete Daten in einem zunehmend schwierigen Geschäftsumfeld Möglichkeiten den Kunden neue Services zu bieten und den Betrieb ihrer Anlagen zu optimieren. Siemens und Teradata werden im Rahmen ihrer Zusammenarbeit erstmals die Integration von Betriebs- und Smart-Meter-Daten auf einer einzigen Plattform anbieten und damit einen völlig neuen Blick auf die Netzwerke ermöglichen. Die Daten von vielen installierten Anlagen in der Industrie tragen dazu bei, das Service zu optimieren.

Im Gesundheitsbereich ist die Nutzung großer Datenmengen eine wichtige Basis für den Übergang zur personalisierten Medizin. In enger Kooperation mit der Universität Heidelberg haben Siemens-Forscher eine Software entwickelt, die Informationen aus dem Genom schneller nutzbar machen soll. „Damit können Risikofaktoren – etwa für Tumore, Herzinfarkte oder eine Alzheimer-Erkrankung – aufgedeckt werden“, sagt Forscher Emil Wirsz von Siemens Corporate Technology in Erlangen.

Vorreiter Wien, New York...
Ein Punkt, wo viele Daten zusammen kommen, sind die weltweit wachsenden Städte. Und hier ist man bereit, seine Schätze in den Dienst der Bürger zu stellen. Wien gilt, genau wie London, New York oder Berlin als Vorreiter der globalen „Open Data“-Bewegung. Offene Stadtdaten bieten die Möglichkeit, diese Daten zu kombinieren und über Stadtgrenzen hinaus auf einer globalen Ebene zu vernetzen. Darauf aufbauend kann man weltweit Modelle ableiten, wie Städte funktionieren.

Die große Herausforderung liegt auch hier in der Datenqualität. Oft gibt es verschiedene Werte für ein und denselben Indikator von verschiedenen Quellen im Web. Daher wird an einer Datenpipeline gearbeitet, die lernt, vertrauenswürdige Quellen aufzuspüren, die Daten zu analysieren und zu sammeln.

Szenarien für die Zukunft
Ziel ist es zum Beispiel, die Nachhaltigkeit und die Umweltbelastung einer Stadt in Zahlen zu fassen und die Auswirkungen von Infrastrukturverbesserungen vorherzusagen. Spannende Szenarien für eine Zukunft, an denen Siemens mitarbeitet. Doch um die Ideen umzusetzen, müssen die Daten nicht nur erfasst und gespeichert, sondern auch schnell ausgewertet werden.

Im Rahmen des EU-Projektes BIG identifizieren die Partner Technologien zur Datenanalyse und entwickeln neue Geschäftsmodelle, um die immer größeren Datenmengen in den neuen Technologien der drei Bereiche Healthcare, Transport und Energie nutzen zu können. Sie befragen eine Vielzahl von Datennutzern zu ihrem Bedarf an Big-Data-Technologien bis zum Jahr 2020. Neben dem IT-Dienstleister Atos und Siemens sind an dem EU-Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren weitere neun Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft beteiligt.

Autorin:
Elisabeth Dokaupil

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