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125 Jahre Erfolg

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vlnr.: Bürgermeister Erwin Eggenreich, Johann Griebichler (langjähriger Mitarbeiter), Johann Kreimer (Betriebsrat), Beatrix Natter (Leitung globale Business Unit Transformatoren), Stefan Pieper (Leiter Werk Weiz), Wolfgang Wrumnig (CFO SAGÖ).

Das Siemens Transformatoren-Werk in Weiz feiert Geburtstag.

In Weiz werden seit 125 Jahren Transformatoren gebaut. Das Jubiläum wurde vergangenen Freitag gemeinsam mit rund 1.000 Gästen im Hochspannungslaboratorium des Transformatorenwerks gefeiert.

Weiz ist der weltweit größte Siemens-Standort für den Bau und die Entwicklung von Trafos.  Rund 1.200 Lehrlinge und Mitarbeiter sind im Werk beschäftigt und fertigen Transformatoren, die in mehr als 70 Ländern der Welt für eine sichere Stromversorgung sorgen. Pro Jahr werden im Schnitt 150 Leistungstransformatoren, Drosseln und Phasenschieber, sowie 4.000 Verteiltransformatoren gefertigt. Die Exportquote liegt bei 80 Prozent.

Wolfgang Wrumnig, CFO SAGÖ: "Das Werk hat große Bedeutung für die SAGÖ, die Region, das Bundesland Steiermark und ganz Österreich. 1.200 Mitarbeiter, 400 Millionen Euro Umsatz, 1500 Lieferanten." 

In der 125-jährigen Geschichte hat sich das Transformatorenwerk zu einem wesentlichen Motor für die regionale Wirtschaft und Beschäftigung entwickelt. Insgesamt sind rund 900 Unternehmen in Österreich involviert, wenn Siemens in Weiz Transformatoren entwickelt und baut. Bei Forschung und Entwicklung, für die Weiz die globale Verantwortung trägt, wird eng mit österreichischen Hochschulen, wie der TU Graz, kooperiert.

Betriebsrat Johann Kreimer: "Siemens Österreich hat es uns ermöglicht, hier im Werk rund 60 Millionen Euro zu investieren. Wir sind stolz auf unsere 1.200 Jobs in Weiz".

Ausfallsicherheit und Umweltschutz: Innovationen aus Weiz
Transformatoren verbinden im Stromnetz die verschiedenen Spannungsebenen vom Kraftwerk bis zum Endverbraucher und haben eine Lebensdauer von durchschnittlich 30 bis 50 Jahren. Ausfälle können schwerwiegende Folgen für das Stromnetz haben und zu großflächigen Blackouts führen – entsprechend robust und sicher müssen Transformatoren konstruiert werden.

Beatrix Natter, Leitung globale Business Unit Transformatoren: "Siemens war von Anfang an in der Trafo-Technologie tätig, wir haben mit 'Ingenuity' aus Trafos innovative, moderne Produkte gemacht. Die Mitarbeiter hier in Weiz arbeiten in Handarbeit äußerst genau zusammen, damit die Menschen draußen, weltweit Strom haben und nicht im Dunklen sitzen müssen."

Eine wesentliche Entwicklung der letzten Jahre war der Ersatz von herkömmlichem Mineralöl durch Ester als Isolierflüssigkeit. In einem Transformator fungieren bis zu 100 Tonnen Öl als Isolier- und als Kühlmedium. Üblicherweise wurde dafür Mineralöl eingesetzt, das seit einiger Zeit durch die umweltfreundliche Alternative Ester ersetzt werden kann. Ester sind biologisch abbaubar und haben einen höheren Brennpunkt. Mit Ester isolierte Transformatoren sind insbesondere für den Einsatz in Umweltschutzgebieten, in Offshore Windturbinen und in Städten geeignet. Im Stadtgebiet von London wurden bereits Transformatoren mit dieser Technologie aus Weiz installiert.

Aktuelle Highlights: Transformatoren für Ägypten, New York und Offshore-Windparks
Nahezu jeder Transformator ist ein Unikat, das nach Faktoren wie Spannung, Leistung, Umgebungsklima, Netzlandschaft oder Geräuschpegel konstruiert wird. Baugleiche Produkte sind selten. Eine der größten Serien der vergangenen Jahre waren 24 Trafos für die Gasturbinen des Siemens-Kraftwerksprojekts in Ägypten. Bei dem Megaprojekt werden drei hocheffiziente Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerke – in Burullus, New Capital und Beni Suef – mit einer Gesamtleistung von 14,4 Gigawatt errichtet werden. Der letzte Transformator für Ägypten hat vor kurzem das Werk in Weiz verlassen.

Sechs mobile Plug-and-Play-Transformatoren aus Weiz wurden an Con Edison, dem Stromversorgungsunternehmen für New York City und die umliegenden Regionen, geliefert. Damit benötigt ein Installationsteam nur mehr drei Tage vom Aufstellen des mobilen Transformators vor Ort bis zum Abschluss der Installation. Gewöhnlich dauert es nach Ausfällen – beispielsweise nach extremen Wetterereignissen wie Hurricanes – mehrere Wochen, um einen Trafo an den Bestimmungsort zu transportieren und zu installieren. Mit den in Weiz entwickelten mobilen Plug-and-Play-Geräten kann Con Edison schnell reagieren, wenn mehrere Transformatoren betroffen sind und die Probleme mit normalen Ersatzteilen oder redundanten Systemen nicht behoben werden können.

Für Windparks auf der ganzen Welt werden jährlich rund 1.000 Verteiltransformatoren in Weiz gefertigt. Der globale Marktanteil bei Offshore Windparks beträgt 80 Prozent. So stammen alle 150 Stück des am Montag, 8. Mai, eröffneten Gemini-Windparks vor der niederländischen Küste aus dem Siemens-Werk in Weiz. Er ist mit 150 Turbinen einer der größten Offshore-Windparks der Welt und versorgt rund 1,5 Millionen Menschen mit Energie.

Autor:
Claus Gerhalter

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