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Mobility


Bahnboliden für Piccadilly

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Siemens Mobility sichert sich Großauftrag über neue U-Bahnen für London.

Siemens Mobility hat sich einen Milliarden-Zugauftrag in Großbritannien gesichert. London Underground (LUL), eine Tochtergesellschaft von Transport for London (TfL), verantwortlich für das Nahverkehrssystem in der britischen Hauptstadt, hat für rund 1,54 Milliarden Euro 94 U-Bahn-Züge bestellt. Sie sind für den Einsatz auf der Piccadilly Line vorgesehen und sollen die bestehende Flotte aus den 1970er Jahren ersetzen. Die Auslieferung beginnt ab 2023.

„Unsere neuen U-Bahnen für London tragen maßgeblich dazu bei, die Kapazität und den Durchsatz auf der Piccadilly Line zu erhöhen. Gleichzeitig bieten sie den Fahrgästen einen deutlich gesteigerten Komfort. Über den gesamten Lebenszyklus hinweg unterstützen wir mit unseren Serviceleistungen London Underground dabei, dass die Züge sehr zuverlässig und mit hoher Verfügbarkeit für die Londoner im Einsatz sind“, sagte Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Service für viele Jahre

Per Flottenservicevertrag übernimmt Siemens Mobility beginnend mit der Inbetriebnahme der ersten Züge die Versorgung mit Ersatzteilen über einen Zeitraum von fünf Jahren. Ab Ende der Garantiezeit verantworten die Mobilitätsexperten von Siemens die technische Unterstützung über den geplanten Lebenszyklus der Züge. Zusätzlich hat LUL digitale Serviceleistungen basierend auf Railigent beauftragt.

TfL und Siemens Mobility prüfen gemeinsam Optionen für eine mögliche lokale Fertigung in Großbritannien in Kombination mit dem Weltkompetenzzentrum für Metros in Wien. Bereits im März 2018 hatte Siemens Mobility Pläne für eine lokale Fertigungsstätte für Züge in Goole, East Yorkshire, vorgestellt. Hier sollen bis zu 700 Arbeitsplätze entstehen, zusätzlich 250 während der Bauphase und potenziell weitere 1.700 in den Zulieferbetrieben im Vereinigten Königreich.

Züge im Sekundentakt

LUL bestellt die Fahrzeuge im Rahmen des „Deep Tube Upgrade“-Programms, das die vier Londoner U-Bahn-Linien Piccadilly, Bakerloo, Central und Waterloo & City umfasst. Allein auf der stark frequentierten Piccadilly Line sollen 2026 zur Hauptverkehrszeit 27 statt wie bisher 24 Züge pro Stunde fahren. Dies bedeutet, dass zur Stoßzeit alle 135 Sekunden ein Zug fährt. Bereits heute nutzen mehr als 700.000 Fahrgäste jeden Tag diese Linie

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