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Digital Industries


Industrie 4.0

Deutsche Kanzlerin blickt in die Zukunft

Digitale Fabrik: Angela Merkel besucht Siemens-Vorzeigewerk in Amberg.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte diese Woche das Elektronikwerk von Siemens im bayerischen Amberg und informierte sich über den aktuellen Stand der Produktionsautomatisierung in Richtung Industrie 4.0. Wesentliche Elemente davon werden dort bereits heute eingesetzt: Produkte kommunizieren mit Maschinen und sämtliche Prozesse sind IT-optimiert sowie -gesteuert. "Amberg ist der beste Beweis, dass Hochtechnologie und Spitzeninnovation den Standort Deutschland langfristig und nachhaltig sichern kann", sagte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. "Unser Elektronikwerk ist das Idealbeispiel für eine Digitale Fabrik und zeigt, dass Siemens beim Thema Industrie 4.0 bereits in der Umsetzung ist. Dem tragen wir auch mit unserem seit 1. Oktober 2014 etablierten Organisationsmodell der "Digitalen Fabrik" als Division im Unternehmen Rechnung."

Produkte steuern ihre Fertigung
In Amberg steuern die Produkte ihre Fertigung selbst. Sie teilen den Maschinen über den Produktcode mit, welche Anforderungen sie haben und welche Produktionsschritte als nächstes nötig sind. Künftig werden die reale und virtuelle Welt in der Produktion noch enger verschmelzen, Produkte miteinander und mit den Maschinen kommunizieren und ihre Produktionswege optimieren. Fabriken werden in der Zukunft noch flexibler als heute individuelle Einzelprodukte fertigen und eine höhere Wirtschaftlichkeit erzielen: In kurzer Zeit, zu niedrigen Kosten bei höchster Qualität. 

Jährlich stellt die Fabrik rund fünfzehn Millionen Simatic-Produkte her. Bei 230 Arbeitstagen pro Jahr bedeutet das: Jede Sekunde verlässt ein Produkt das Werk.

Autor:
Claus Gerhalter

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