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Management


Interview mit Finanzchef Reinhard Pinzer

Ein solides Jahr

Reinhard Pinzer

Der CFO CEE spricht über das vergangene Geschäftsjahr, unsere Wettbewerbsfähigkeit und die Bilanz der Sektoren.

 

Wie beurteilen Sie das Geschäftsjahr 2013 der SAGÖ?

Das vergangene Geschäftsjahr war ein solides Jahr. Die Bezeichnung schwierig möchte ich vermeiden, denn ich fürchte, wir werden keine leichten Geschäftsjahre mehr haben. Die positive Entwicklung beim Auftragseingang, ein Zuwachs um über 45 Prozent auf drei Milliarden Euro, ist unter anderem auf die Verbuchung einiger Großprojekte zurückzuführen. Der Umsatz ist stabil geblieben, allerdings auf hohem Niveau.

Wie wird die Entwicklung 2014 weiter gehen?

Das laufende Geschäftsjahr sehe ich mit verhaltenem Optimismus. Wir haben einen hohen Auftragsbestand, den wir jetzt abarbeiten müssen. Entscheidend ist nun, dass wir das zeitgerecht und in der mit dem Kunden vereinbarten Qualität tun. Im vergangenen Geschäftsjahr sind leider bei manchen Projekten zusätzliche Kosten dadurch entstanden, dass wir die Anforderungen nicht erfüllt haben.  

Ist der hohe Auftragseingang ein Beweis dafür, dass wir wettbewerbsfähig sind?

Wir haben uns bei der Wettbewerbsfähigkeit weiter entwickelt. Das hat leider auch zu einem Personalabbau geführt. Allerdings werden wir uns daran gewöhnen müssen, regelmäßig Produktivität für unsere Kunden zu erwirtschaften. Wir haben eine Exportquote von deutlich über 50 Prozent. Wenn wir sie halten oder steigern wollen, müssen wir am Weltmarkt wettbewerbsfähig sein.

Wie entwickelt sich unser Geschäft im Wirtschaftsraum?

Umsatz und Ergebnis waren im Wirtschaftsraum relativ stabil. Der Auftragseingang hingegen war rückläufig, obwohl der Bedarf nach unseren Produkten und Lösungen vorhanden ist. Wir hoffen nun, dass uns im laufenden Geschäftsjahr die Wachstumsimpulse in CEE dabei unterstützen, unsere Performance zu verbessern. Wir wollen beim Auftragseingang zumindest wieder das Niveau des Vorjahres erreichen. Wir arbeiten bereits an einer Verbesserung der Strukturen und werden die Aktivitäten im Rahmen des Lead-Country Konzepts noch weiter intensivieren. Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass sich die Konjunktur im Wirtschaftsraum langsam erholen wird.

Wie sieht die Bilanz der Sektoren aus?

Der Sektor Industry hat ein sehr gutes Jahr im Produktgeschäft hinter sich. Der größte Sektor, Infrastructure&Cities, war ebenfalls sehr erfolgreich. Das gleiche gilt auch für Healthcare. Energy baut laufend das Onshore-Windgeschäft im Wirtschaftsraum aus. Die Entwicklung im Kraftwerksbereich wird vor allem vom Neuaufbau des Small Combined Cycle-Geschäftes abhängen.

Sind wir auch für die nächsten Jahre gut aufgestellt?

Wir haben klare strategische Schwerpunkte und investieren in allen diesen Gebieten in die Zukunft. Wesentliche Kompetenzen für intelligente Städte und Infrastrukturlösungen sind in Österreich gebündelt. Vor kurzem wurde eine Forschungsgesellschaft im Stadtentwicklungsgebiet aspern Seestadt gemeinsam mit der Stadt Wien gegründet, die an innovativen Lösungen und Geschäftsmodellen für intelligente, energieeffiziente Städte arbeitet. Das Urban-Transport-Werk in Wien hat mit der Inspiro-Plattform eine energiesparende, umweltfreundliche Metro in modernem Design entwickelt. Und auch bei der Industrieautomatisierung kommen wesentliche Impulse aus Österreich.

Ich bin daher im Hinblick auf eine positive Entwicklung zuversichtlich und zwar nicht nur aufgrund unserer innovativen Ansätze, sondern auch weil Siemens auf seine engagierten und kompetenten Mitarbeiter vertrauen kann. Sie sind die Basis unseres Erfolges.

Autorin:
Elisabeth Dokaupil

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