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Energy Management / Digital Factory


Energiespar-Boom im Logistik-Zentrum

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Digitalisierung: Elektrogroßhändler Rexel spart mit MindSphere Energie.

Der Elektrogroßhändler, Markt- und Innovationsführer Rexel Austria wird mit Hilfe von Siemens MindSphere in seinem Logistikzentrum nachhaltiger wirtschaften und pro Jahr bis zu 15 Prozent Strom einsparen. Das entspricht umgerechnet dem Jahresverbrauch von 40 Einfamilien-Haushalten. Die Investition amortisiert sich in zwei Jahren. Gleichzeitig kann Rexel Austria 60 Tonnen CO2 einsparen.

Einsparpotenziale werden sichtbar

Der Effizienzgewinn wird erzielt, indem eine Reihe installierter Energiemessgeräte den aktuellen Stromverbrauch in das Internet-of-Things (IoT)-Betriebssystem von Siemens, die MindSphere, melden. Eine eigene App, die von Siemens-Entwicklern aus Österreich in enger Zusammenarbeit mit Rexel programmiert wird, analysiert diese Werte und macht Einsparpotenziale ausschließlich für Rexel sichtbar. Unser Unternehmen erhält bei diesem Vorgang keinen Zugriff auf die Daten. Auf diese Weise hilft Siemens Rexel, den Stromverbrauch effizient zu steuern und nebenbei auch ein neues Geschäftsmodell aufzubauen: Rexel plant, diese Technologie an einem weiteren unternehmenseigenen Standort einzusetzen und die Stromspar-Lösung in Zukunft selbst an andere KMUs aller Branchen zu vertreiben.

Als eines der ersten Unternehmen überhaupt überträgt Rexel die Energiedaten in MindSphere. Das offene, cloudbasierten IoT-Betriebssystem verbindet Produkte, Anlagen, Systeme und Maschinen und ermöglicht es, die Fülle von Daten aus dem Internet der Dinge mit umfangreichen Analysen zu nutzen.
„Es wird ja viel über Industrie 4.0, die Digitalisierung und das Internet of Things gesprochen, aber oft bleibt das im Ungefähren. Wir haben es umgesetzt“, betont Rainer Brade, Produktmanager für Energiemonitoring bei Siemens Österreich.

Unerkannte Stromfressser

Die Erfahrungen, die Rexel zusammen mit Siemens bei der Optimierung des eigenen Energieverbrauchs gesammelt hat, kann das Unternehmen jetzt in einem neuen Geschäftszweig einsetzen: „Bei der Beratung von Kunden aus Industrie und Handel“, erzählt Christoph Czaby, Business Manager Energy Solutions bei Rexel Austria.
Rexel hatte erwartet, dass der Motorenbereich in der Halle – etwa die Kabelschneidemaschine, die den ganzen Tag in Betrieb ist – den Löwenanteil am Energieverbrauch hat. Der größte Stromfresser ist aber die Beleuchtung, gefolgt von der Büro-IT. Als erste Maßnahme optimierte Rexel in einer Halle das bestehende Beleuchtungssystem. „In vielen Unternehmen sieht man die Energiekosten noch immer als Fixkosten“, erklärt Michael Hauser, Geschäftsfeldleiter Industrie bei Rexel Austria „Man bekommt die Rechnung vom Energieversorger – und das ist alles, was man darüber weiß. Wir wollen den Unternehmen zu mehr Transparenz verhelfen.“

 

Bei Rexel in Deutschland soll das System nun ebenfalls im Zentrallager in Bad Hersfeld installiert werden. Die Infrastruktur der Lager ist ähnlich, das ermöglicht genaue Vergleiche, um die Vorgänge weiter zu optimieren.

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