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Mobility


Gold in der Abfahrt

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Elektro-Hybrid-Bus mit Siemens-Technologie bei Ski-WM in St. Moritz.

Während der Ski-Weltmeisterschaften in St. Moritz in der Schweiz sorgt ein Elektro-Hybrid-Bus für einen effizienten und umweltfreundlichen Besuchertransport. Mitte Jänner haben St. Moritz Energie, die Ortsbusbetreiberin Chrisma S.A. und die Technologiepartner Volvo und Siemens einen zwei Monate dauernden Testbetrieb gestartet. Erstmals in der Schweiz kommt dabei eine mobile Schnellladestation aus unserem Unternehmen zum Einsatz. Die Energiestadt St. Moritz und die beteiligten Partner wollen testen, ob sich Elektrobusse auf 1800 Meter über Meer sowie bei Schnee, Kälte und in steilem Gelände technisch und wirtschaftlich sinnvoll betreiben lassen.

Der Volvo 7900 EH Elektro Hybrid wird durch eine Batterie betrieben, die an einer mobilen Schnellladestation am Bahnhof nach jeder Tour wieder aufgeladen wird. Notfalls kann der Bus auch wie ein normaler Hybridbus auf einen dieselelektrischen Antrieb zurückgreifen. Die Linie 3 in St. Moritz mit einer Länge von 7,5 km wird zu mehr als 80 Prozent elektrisch durchfahren.

Leichter laden
Siemens und Volvo verfolgen das Prinzip des „Opportunity Charging“, des Nachladens auf der Strecke. Im Gegensatz zum „Overnight Charging“, bei dem ausschliesslich im Depot geladen und die Energie für den ganzen Tag mitgeführt wird, ist beim „Opportunity Charging“ nur eine relativ kleine, leichte und preisgünstige Batterie an Bord. Die Batterie wird an der Endhaltestelle über einen Pantographen von außen aufgeladen, was Gewicht und Betriebskosten reduziert und die Passagierkapazität nicht einschränkt. Der Volvo 7900 EH fasst rund 70 Personen und erreicht mit rein elektrischem Antrieb (120 kW) eine Höchstgeschwindigkeit von 55 km/h. Der Elektrohybridbus spart Kraftstoff und Lärm und speist zudem die Bremsenergie in die Lithium-Ionen Batterie des Fahrzeugs zurück.

In sechs Minuten fahrbereit
Siemens hat in St. Moritz erstmals in der Schweiz eine mobile Schnellladestation aufgebaut, die den Testbetrieb unter realen Bedingungen erst ermöglicht. Die Installation einer fixen Ladestation wäre für einen temporären Test viel zu aufwendig und zu kostspielig. Um den Ladevorgang zu starten, braucht der Fahrer den Bus lediglich unter der Station zu parken. Nach Betätigen der Feststellbremse senkt sich der Pantograph herab und die Ladung startet automatisch. Dank einer Ladeleistung von 150 Kilowatt ist der Vorgang bereits nach maximal sechs Minuten abgeschlossen. Für ein schnelles An- und Abkuppeln an die Station und den störungsfreien Betrieb sorgt die digitale Kommunikation zwischen dem Fahrzeug und der Ladestation. Der automatische Ladebetrieb erfolgt mit einem integrierten System zur Positionsüberwachung von Stromabnehmer und Bus als Teil des Sicherheitsmanagementsystems der Ladestation.

Erster Hersteller weltweit, der die busherstellerübergreifende Interoperabilität ermöglicht
Die Verbindung erfolgt über vier Kontakte (Plus, Minus, Steuerleitung, Erde) auf dem Dach des Busses über zwei parallel angeordnete Leichtbauschienen. Die verschleissfreien Schienen bieten komplette Flexibilität im Aufbau und sind für jede Art von Fahrzeugen einsetzbar, einschließlich Doppeldecker-Bussen. Die Ladetechnik orientiert sich an den internationalen Standards IEC 61851 und ISO 15118, die als offene Standards die Basis zur Ladung von Elektrobussen bilden. Siemens ist damit der erste Hersteller weltweit, der die busherstellerübergreifende Interoperabilität von Ladeinfrastruktur für Elektrobusse ermöglicht.

Autor:
Claus Gerhalter

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