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Jubiläum

Gründerfeier

Am 30. Juli 2014 hätte Johann Georg Halske - einer der anerkanntesten Feinmechaniker seiner Zeit - seinen 200. Geburtstag gefeiert.

Akribie, Präzision und ein sehr gutes Auge fürs Detail, gepaart mit dem Willen zur kunstvollen Formgebung - diese Eigenschaften zeichneten den Siemens-Mitbegründer Johann Georg Halske aus und machten ihn zu einem der anerkanntesten Feinmechaniker im Berlin des 19. Jahrhunderts. Am 30. Juli 2014 hätte Halske seinen 200. Geburtstag gefeiert.

Lehre als Maschinenbauer - Feinmechaniker
Als Sohn eines Kaufmanns wurde Johann Georg Halske am 30. Juli 1814 in Hamburg geboren. Im Alter von elf Jahren kam er zu seinem Onkel nach Berlin, wo er das Gymnasium zum Grauen Kloster besuchte. Nach vier Jahren brach er den Schulbesuch zugunsten einer Handwerkerlehre ab. Er startete eine Lehre als Maschinenbauer, wechselte aber kurz darauf in die Werkstatt des Feinmechanikers Wilhelm Hirschmann, in der er sich voll und ganz entfalten konnte.

Siemens & Halske
Mit 30 Jahren gründete Halske seine eigene Werkstatt, in der er hauptsächlich Apparaturen für physiologische Experimente und Präzisionsinstrumente für die Berliner Universität herstellte. Hier arbeitete er unter anderem mit dem Physiologen Emil Du Bois-Reymond zusammen. Du Bois-Reymond stellte ihm 1846 seinen Freund Werner von Siemens vor, der zu dieser Zeit auf der Suche nach einem fähigen Handwerker für die Entwicklung eines Zeigertelegraphen war. Begeistert vom Potenzial des Telegraphen schloss Halske 1847 seine Werkstatt und gründete mit Siemens die Firma Siemens & Halske. Schon innerhalb weniger Jahre konnten sie ihren Umsatz von 10.300 Mark im Jahr 1848 auf 253.100 Mark im Jahr 1851 vervielfachen.

Perfektion gegen Massenproduktion
In der Folge standen Halskes Perfektionsansprüche im Widerspruch zur Notwendigkeit hohe Stückzahlen wirtschaftlich und termingetreu zu produzieren. Einige Jahre später - unter anderem mit der Einführung der Serienanfertigung und des Akkordlohnsystems -  fasste Johann Georg Halske den Entschluss, aus dem Unternehmen auszuscheiden. Im Dezember 1863 verließ er zunächst die Führung der englischen Tochtergesellschaft, Ende 1867 dann das Berliner Stammhaus.

Bis zur Gründung der heutigen Siemens AG im Jahre 1966 blieb Halske ein fester Bestandteil der Firmenbezeichnung.

Autor:
Claus Gerhalter

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