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Smart Infrastructure


Grüne Gastfreundschaft

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Foto: Boutique-Hotel Stadthalle

Building Technologies: Wiener Hotel mit Null-Energie-Bilanz setzt seit 10 Jahren auf Siemens-Technik.

Das Boutique-Hotel Stadthalle im 15. Wiener Bezirk hat ein grünes Herz. Dafür sorgt die komplexe Gebäudetechnik von Siemens, die dieses Herz zum Schlagen bringt. Das Drei-Sterne-Haus war das erste Stadthotel weltweit mit Null-Energie-Bilanz. Heuer feiert es sein 10jähriges Eröffnungsjubiläum im neuen Energie-Stil.

2007 beschloss Direktorin Michaela Reitterer, das 140 Jahre alte Hotel energetisch zu sanieren und zu vergrößern. Einige Jahre zuvor hatte sie den Familienbetrieb von ihren Eltern gekauft. Der Erweiterungsbau, den sie plante, sollte die die Kapazität des Hauses von 42 auf 80 Zimmer beinahe verdoppeln und in energetischer Hinsicht neue Maßstäbe setzen.

Das Herz ist „Desigo“

Das Projekt umfasste so ziemlich jede Technologie, die damals für energieeffizientes Bauen zur Verfügung stand. Eine 94-Quadratmeter-Photovoltaikanlage liefert Strom. 130 Quadratmeter thermische Sonnenkollektoren dienen zur Warmwassererzeugung und zur Beheizung. Zusätzlich kommt eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe zum Einsatz, weil die Solaranlage nicht immer genügend Energie liefert. „Im Keller stehen drei riesige Zisternen“, erklärt Reitterer. Sie werden mit Grundwasser aus dem eigenen Brunnen gefüllt. Solaranlage und Wärmepumpe heizen dieses Wasser auf. Die Energie wird für Plattentauscher verwendet, die bei Bedarf Frischwasser erhitzen, das dann als Brauchwarmwasser aus den Hähnen und Duschbrausen fließt. Eine Schlüsselrolle spielt dabei die Mess- und Regeltechnik. Herzstück der Anlage ist das Gebäudeautomationssystem Desigo von Siemens. Es sorgt für ein optimales Zusammenspiel der Komponenten und stellt sicher, dass der Komfort für die Gäste zu jeder Zeit sichergestellt ist.

Für eine Null-Energie-Bilanz braucht es neben Energieerzeugern auch eine gute Wärmedämmung. „Unser Erweiterungsbau entspricht dem Passivhaus-Standard“, so Michaela Reitterer. Dazu gehören etwa dreifach verglaste Fenster oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Das ursprüngliche Gebäude versorgt den neuen Teil des Hotels bei Lastspitzen mit zusätzlicher Energie. Zwar decken Solaranlage und Wärmepumpe übers Jahr den Bedarf des Erweiterungsbaus. Doch kurzzeitig kann es schon mal zu Engpässen kommen, „beispielsweise, wenn an einem Sonntagmorgen im Winter viele Gäste gleichzeitig warm duschen wollen“, erklärt Reitterer. „In solchen Fällen holt sich das Gebäudeautomationssystem automatisch Fernwärme aus dem Stammhaus.“

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