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Grüner Wasserstoff

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H2FUTURE: Baustart der weltgrößten PEM-Wasserstoffpilotanlage mit Siemens-Technik.

Ein Leuchtturmprojekt für die CO2-reduzierte Energiezukunft und Dekarbonisierung der Stahlproduktion nimmt Gestalt an: Das Projektkonsortium "H2FUTURE" bestehend aus Siemens, voestalpine, VERBUND sowie Austrian Power Grid und den wissenschaftlichen Partnern K1-MET und ECN startete heute am voestalpine-Standort Linz offiziell den Bau der weltweit größten Pilotanlage zur Herstellung von "grünem" Wasserstoff. Der Start des zweijährigen Versuchsprogramms ist für Frühjahr 2019 geplant.

Mit sechs Megawatt Anschlussleistung ist es die wirkungsvollste und modernste Anlage ihrer Art. Die Partner aus Industrie und Energiewirtschaft wollen damit an künftigen "Breakthrough-Technologien" forschen, um den globalen Klimazielen langfristig gerecht zu werden. Der Vollbetrieb der Anlage ist für Frühjahr 2019 geplant.

Energiespeicher Wasserstoff

"In der Anlage schlägt ein hochtechnologisches Herz von Siemens. Wir spalten mit Hilfe von grünen Elektronen Wasser in seine Grundkomponenten Wasserstoff und Sauerstoff", erklärt Wolfgang Hesoun, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG Österreich. Für die Forschungsanlage in Linz hat Siemens das derzeit weltweit größte PEM ("Proton Exchange Membrane")-Elektrolysemodul entwickelt. Mit einer Anschlussleistung von sechs Megawatt kann der Siemens Silyzer damit 1.200 Kubikmeter "grünen" Wasserstoff pro Stunde produzieren. Bei der Umwandlung von Strom in Wasserstoff wird ein Rekord-Wirkungsgrad von 80 Prozent angestrebt. Der Wasserstoff kann gespeichert werden und ist vielseitig einsetzbar: Als Grundstoff in der Industrie wie in Linz, aber auch als Treibstoff in der Mobilität oder als Energieträger bei der Strom- und Gasversorgung. "Die DNA von Siemens ist saubere Energie: von Erzeugung über Verteilung bis zur Anwendung. Effiziente Technologien sind ein wesentlicher Baustein, um den Klimawandel mit seinen dramatischen Folgen einzudämmen", so Hesoun.

"Wandel im Klimaschutz vorantreiben"

"Auch energieintensive Industrien können klimaneutral sein. Mit diesem herausragenden Projekt kommen wir dem globalen Dekarbonisierungsziel einen Schritt näher", sagt Roland Busch, Chief Technology Officer von Siemens und Mitglied des Vorstands von Siemens. "Die Technologie unterstützt unsere Kunden dabei, den Wandel im Energiesektor und zugleich den Klimaschutz voranzutreiben. Siemens selbst hat ehrgeizige Ziele: Bis zum Jahr 2020 werden wir die CO2-Bilanz unseres operativen Geschäfts halbieren und bis 2030 klimaneutral sein", so Busch weiter.

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