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Energy Management / Building Technologies


Smart Building, Smart Grid

Halbzeit im Spiel um die Zukunft der Energie

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ASCR-Geschäftsführer Reinhard Brehmer mit Generaldirektor Wolfgang Hesoun, Stadträtin Ulli Sima und ASCR-Geschäftsführer Georg Pammer.

Aspern Smart City Research zieht Zwischenbilanz und eröffnet ASCR Demo Center.

Seit 2013 forscht Aspern Smart City Research (ASCR) in der Seestadt Aspern zum Thema Energieeffizienz. Siemens Österreich hält 44,1 Prozent der Anteile an der Forschungsgesellschaft. Mit Forschungsarbeit in den Bereichen Smart Building, Smart Grid, Smart User und Smart ICT sollen urbane Energieerzeugung und -verbrauch optimiert werden. Zur Projekthalbzeit zogen die Energieforscher heute in der Seestadt Aspern Zwischenbilanz und eröffneten das ASCR Demo Center im aspern IQ. In diesem  Schauraum sieht man schon heute, was die Energiezukunft von morgen bringt.

"Nachhaltige Konzepte für das Energiesystem von morgen"
Anhand realer Daten aus der Seestadt Aspern werden alle Komponenten im Energiesystem miteinbezogen – Gebäude, Netz, Nutzer sowie Informations- und Kommunikationstechnologien bilden die Eckpfeiler der Forschungsarbeit. Die Erkenntnisse der ASCR sollen letztendlich auch auf ganze Städte anwendbar sein und zu einem effizienteren, ressourcenschonenderen Energiesystem beitragen. Ulli Sima, Stadträtin für Umwelt und Wiener Stadtwerke: „Wien wächst und der Energieverbrauch steigt. Da ist es essenziell, dass wir heute schon nachhaltige Konzepte für das Energiesystem von morgen entwickeln.“

Neue Technologien in realem Umfeld anwenden
Das Besondere am Forschungsprojekt ist, dass nicht nur einzelne Technologien erforscht werden, sondern auch das Gesamtsystem analysiert wird. Während die erste Forschungsphase der Infrastrukturimplementierung und der Datenerhebung diente, kommen im nächsten Schritt Steuerungselemente hinzu. Das heißt, einzelne Gebäudefunktionen, wie z.B. das Speichern von Energie oder deren Verkauf am Markt, werden verändert und die Effekte dieser Steuerungselemente anschließend gemessen. Generaldirektor Wolfgang Hesoun ist von diesem Ansatz überzeugt: „Die Energiewende verlangt uns allen ein Umdenken ab. Das bisher geltende Prinzip ‚Erzeugung folgt Last’ ist nicht mehr haltbar. Dezentrale Erzeugung, Speicherung und Verbrauch müssen intelligent kombiniert werden. In der Seestadt haben wir die einzigartige Chance, diesen Ansatz zu verfolgen und neue Technologien für Gebäude und Verteilnetz bereits heute im realen Umfeld anzuwenden.“

Autor:
Claus Gerhalter

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