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Hightech im Hochland

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Ende Andina eröffnet Kraftwerk „Termoeléctrica del Sur“ in Bolivien.

Das Energieprojekt „Bolivia 2025“ zielt nicht nur auf die Energieautarkie Boliviens ab, sondern soll auch die Kapazität für Stromexporte in benachbarte Länder signifikant steigern. Gemeinsam mit dem Kunden Ende Andina war Siemens als wichtiger Projektpartner bei der feierlichen Eröffnung des Kraftwerks „Termoeléctrica del Sur“ am 8. August mit dabei. Die Projektabwicklung inklusive Projektmanagement, Logistik und Engineering erfolgte durch Siemens in Österreich. 

 

Mehr Leistung mit Siemens

Das Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk Del Sur befindet sich in Yaguacua im Südosten Boliviens und war ursprünglich mit vier Gasturbinen für den Simple-Cycle-Betrieb ausgestattet. Nach der Erweiterung verfügt es nun über acht Siemens SGT-800 Gasturbinen, vier SST-400 Dampfturbinen sowie acht Abhitzekessel-Generatoren zur Wärmerückgewinnung (Heat Recovery Generators – HRSGs). Letztere sind dafür ausgelegt, die Anlagenleistung von 120 MW auf 480 MW zu steigern.

Bei der Anlage Del Sur handelt es sich um eines von drei Kraftwerken, die aktuell im Land erweitert werden. Die Umwandlung auf den Betrieb als GuD-Kraftwerk in Del Sur und Warnes wird den Wirkungsgrad von 40 auf 51 Prozent erhöhen – in Abhängigkeit von den Umwelt- und Betriebsbedingungen.

 

Mit GuD-Kraftwerken in die Energiezukunft

„Die Integration neuer Technologien ist für ‚Bolivia 2025’ von zentraler Bedeutung. Da die Umwandlung von Gas in Energie sich effizienter gestaltet, hat das Land die Möglichkeit, einen Nutzen aus seinem Energieüberschuss zu generieren“, sagt Ramiro Becerra, Projektleiter bei Ende Andina.

100%ige Elektrifizierung

Das Kraftwerksprojekt ist Teil der „Bolivia 2025“-Initiative, die einen Ausbau des Energiesektors im Land vorsieht und bis Mitte des nächsten Jahrzehnts auf eine 100-prozentige Elektrifizierung abzielt. Bolivien entwickelt ehrgeizige Energieprojekte, mit denen die Stromerzeugungskapazität des Landes von 1924 Megawatt (MW) auf 6000 Megawatt bis zum Jahr 2025 erhöht werden soll. 3000 Megawatt davon sollen für den Export bereitstehen. Zusätzlich zur Entwicklung von neuen Gas- und Dampfkraftwerken beinhaltet der Plan auch einen deutlichen Ausbau der Erneuerbaren Energien, etwa Wind- und Solarkraft, Biomasse, Geothermie und Energieerzeugung mit Wasserkraftwerken.

 

 

 

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