together.magazin

Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

together.magazin - Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

Mobility


U-Bahn

Inspiro für Sofia

Sofia690.jpg

Wagenkästen der Züge aus Wien Simmering, Drehgestelle aus Graz.

Die Konsortialpartner Siemens und der polnische Hersteller Newag haben heute von der Metropolitan EAD als Betreiber der U-Bahn Sofias einen Auftrag zur Ausstattung der neuen U-Bahnlinie 3 für die bulgarische Hauptstadt erhalten. Er hat einen Wert von rund 140 Millionen Euro und umfasst die Lieferung von 20 U-Bahnen vom Typ Inspiro. Dazu kommt das automatische Zugsicherungssystem Trainguard MT, das mittels Funktechnologie (Communications-Based Train Control, CBTC) einen automatischen Betrieb ermöglicht. Außerdem im Lieferumfang: das Stellwerk vom Typ Trackguard, das automatische Zugüberwachungssystem  Controlguide OCS, das Sprechfunk- und Datenübertragungssystem, das Scada-System (Supervisory Control and Data Acquisition System), das streckenseitige digitale Kommunikationsnetz (OTN, Open Transport Network) sowie halbhohe Bahnsteigtüren für die Stationen.

Beitrag aus Österreich
Der Vertrag schließt eine Option über weitere zehn Fahrzeuge und das Automatisierungssystem ein. Die Wagenkästen der Inspiro-Züge werden im Siemens-Werk in Wien Simmering hergestellt. Die Drehgestelle kommen aus dem Siemens-Werk in Graz. Die Endmontage, der Fabrikprüfungstest und die statische Inbetriebnahmen der Züge finden im Newag-Werk in Nowy Sacz, Polen, statt. Die Linie soll 2019 in Betrieb gehen.

"Hohe Beförderungsleistung, niedrige Betriebskosten"
„Mit Sofia setzt eine weitere europäische Hauptstadt auf Nahverkehrsfahrzeuge und Bahnautomatisierung von Siemens. Insbesondere der innerstädtische Nahverkehr muss einem ständig zunehmenden Bedarf gerecht werden. Dafür haben wir Züge und Streckenausrüstung entwickelt, die hohe Beförderungsleistungen bei gleichzeitig niedrigen Betriebskosten sicherstellen“, erklärt Jochen Eickholt, CEO der Siemens Division Mobility. 

Der Bau der neuen Metrolinie wurde  im Jahr 2011 beschlossen. Die neue, dritte Linie wird eine Ost-West-Verbindung schaffen. Auf 18 Kilometern Länge und mit 18 Stationen wird sie sowohl über- als auch unterirdisch verlaufen.

Autor:
Claus Gerhalter

Bewertung:
3,0 (842 Stimmen)
Ihre Bewertung