together.magazin

Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

together.magazin - Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

Corporate / Digital Factory


Integration in Digital Factory

Investition mit Zukunftsvision

Adapco690.jpg

Übernahme von US-Simulationssoftware-Unternehmen CD-adapco.

Siemens übernimmt das amerikanische Software-Unternehmen CD-adapco für einen  Kaufpreis von 970 Millionen US-Dollar. CD-adapco ist Spezialist für Simulationssoftware mit Lösungen, die ein weites Spektrum an Engineering-Disziplinen abdecken. Dies beinhaltet Fluid Dynamics (CFD), Solid Mechanics (CSM), Wärmeübertragung, Partikeldynamik, Stoffdurchsätze, Elektrochemie, Akustik sowie Rheologie.

„Wachstum im digitalen Geschäft“
Im vergangenen Geschäftsjahr hatte CD-adapco über 900 Mitarbeiter und einen Umsatz von nahezu 200 Millionen US-Dollar mit für die Softwarebranche üblichen zweistelligen Margen. In den vergangenen drei Geschäftsjahren steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im Durchschnitt bei konstanten Wechselkursen um jährlich mehr als 12 Prozent. Für die Zukunft wird weiterhin kräftiges Wachstum erwartet.

"Als Teil der Vision 2020 treibt Siemens mit der Übernahme von CD-adapco das Wachstum im digitalen Geschäft voran und erweitert das Portfolio im Bereich der Industriesoftware. Simulationssoftware ist entscheidend, um bessere Produkte schneller und kostengünstiger auf den Markt zu bringen. Mit CD-adapco kaufen wir einen etablierten Technologieführer, mit dem wir unser Weltklasse-Industriesoftware-Portfolio ergänzen und unsere Strategie zum Ausbau unseres digitalen Unternehmensportfolios weiter umsetzen", erklärt Klaus Helmrich, Mitglied des Vorstands der Siemens AG.
 
Treibt Innovationen, verringert Produktionskosten
CD-adapco ist ein globales Unternehmen für Simulationssoftware mit einer einzigartigen Vision für Multidisciplinary Design eXploration (MDX). Diese Simulationssoftware ermöglicht einen besonders zuverlässigen Informationsfluss im Designprozess. Das treibt Innovationen und reduziert Produktionskosten. Simulations Tools von CD-adapco, besonders das Produkt STAR-CCM+ ermöglicht Ingenieuren bessere Designs schneller zu entwickeln. Das Unternehmen hat derzeit weltweit über 3.200 Kunden. Die Software wird aktuell von 14 der 15 größten Automobilhersteller, den Top 10 Zulieferern der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie von neun der zehn größten Hersteller im Energie- und Marinebereich genutzt.

Abschluss der Übernahme in zweiter Hälfte des Geschäftsjahres 2016 erwartet
CD-adapco hat seinen Hauptsitz in Melville, New York, USA, und verfügt weltweit über 40 Standorte. Siemens erwartet im fünften Jahr nach Abschluss der Transaktion Synergieeffekte in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), die sich im Wesentlichen aus Umsatzsynergien ergeben. Der Abschluss der Transaktion ist abhängig von den üblichen Genehmigungen und wird in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2016 erwartet.

Eingliederung in PLM-Software-Geschäft bei Digital Factory
Das Unternehmen wird in das PLM-Software-Geschäft der Siemens-Division Digital Factory (DF) integriert. DF ist Marktführer bei der Automatisierungstechnik und ein führender Anbieter von Product Lifecycle Management (PLM) Software. "Durch die Ergänzung unseres Portfolios mit erweiterten Simulations-Tools, wie CFD und der Integration von erfahrenen Experten auf diesem Gebiet bauen wir unsere Kernkompetenz in der modellbasierten Simulation, die einen sehr genauen digitalen Zwilling eines Produkts erstellt, erheblich aus", so Anton Huber, CEO der Division Digital Factory.

Verzahnung von virtueller und realer Welt
Digital Factory bündelt alle Geschäfte, speziell für Fertigungsindustrien wie etwa Automobil- und Flugzeugbau, Maschinenbau und Elektronik. Das Portfolio umfasst leistungsstarke, durchgängig integrierte Soft- und Hardwaretechnologien für eine nahtlose datentechnische Verbindung zwischen Entwicklung, Produktion und Lieferanten. Siemens ist derzeit das einzige Unternehmen, dessen Technologien die virtuelle Welt der Produktentwicklung und die reale Welt der Fertigung umfassend verzahnen. Neue Produkte können am Computer entworfen, getestet und optimiert werden, während parallel bereits die passende Fertigung geplant und umgesetzt wird. Kunden profitieren dadurch von einer höheren Effizienz und Flexibilität sowie einer kürzeren Zeit bis zur Marktreife eines Produkts.

Autor:
Claus Gerhalter

Bewertung:
2,9 (768 Stimmen)
Ihre Bewertung