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Management


FEEI Jahrespressekonferenz

"Mit neuer Technologie Energiewende schaffen"

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Die Hauptthemen: Corona-Pandemie, Technologie, Klimaschutz.

Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) berichtete heute in Wien in seiner Jahrespressekonferenz über die wirtschaftlichen Entwicklungen und über die aktuelle Situation in Österreichs zweitgrößtem Industriezweig.

Die Corona-Krise hat die heimische Wirtschaft hart getroffen und es ist noch nicht genau absehbar, wie sich diese Pandemie auf die Elektro- und Elektronikindustrie auswirken wird. „Die von der Bundesregierung gesetzten Maßnahmen waren wesentlich, um den Wirtschaftskreislauf zu stärken und die Industrieproduktion als Grundlage der Versorgungssicherheit und des wirtschaftlichen Aufschwungs Österreichs zu erhalten“, betonten Wolfgang Hesoun (Obmann des FEEI) und FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner.

Fokus auf Schlüsseltechnologien

Um Österreich jetzt auch wieder zukunftsfit zu machen, ist es dringend notwendig die vorhandenen Stärken noch weiter auszubauen. „Wir müssen uns auf unsere Schlüsseltechnologien, wie die Mikroelektronik, KI, sichere Kommunikation und 5G konzentrieren, damit wir nicht nur im Krisenfall, sondern auch im internationalen Wettbewerb unabhängig und stark agieren können. Dazu müssen wir unsere Unternehmen und ihre Innovationen besser schützen, damit diese, auch wenn sie in Krisenzeiten geschwächt sind, nicht so leicht übernommen werden können oder mit ihrer Produktion aus Österreich abwandern müssen“, so Lothar Roitner.

Moderne Energietechnik zum Klimaschutz

Die österreichische Elektro- und Elektronikindustrie hat nicht nur das Potenzial, Österreich in der Krise zu unterstützen, sondern bietet auch die technologischen Lösungen, um die Herausforderungen der Zukunft erfolgreich bewältigen zu können. „Österreich nimmt als Wirtschaftsstandort eine Vorreiterrolle in der Automatisierung und Digitalisierung des Produktionsbereiches ein. Wir haben – verglichen mit den USA und China – schon vor mehr als 20 Jahren mit der Automatisierung begonnen. Wir haben früh verstanden, dass wir wegen vergleichsweise hoher Personalkosten unsere Produktion effizienter gestalten müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. So haben wir heute Lösungen im Einsatz, von denen andere Länder noch weit entfernt sind. Österreich hat daher auch eine robuste und zukunftsgerichtete industrielle Basis, die uns gerade jetzt in der Corona Krise vor einem viel stärkeren Abflachen der Wirtschaftskennzahlen bewahrt hat“, zeigt sich Wolfgang Hesoun überzeugt. Wichtig seien jetzt Investitionen der öffentlichen Hand, um die Wirtschaft zu stimulieren. Möglichkeiten gebe es zur Genüge – von der Digitalisierung der Stromnetze, der Integration von erneuerbaren Energieträgern in Energiesysteme (Speichertechnologien und Smart Grids), über den Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität oder aber intelligente Verkehrssteuersysteme bis hin zum raschen Ausbau der Bahninfrastruktur. Auch sieht Hesoun die Digitalisierung im Bereich der Energietechnik als Grundlage für einen echten Klimaschutz, denn „nur mit modernen Technologien können wir die Energiewende auch schaffen“. Wichtige Maßnahmen in diesem Bereich sind etwa auch Gebäudesanierungen. Hier gibt es ein enormes Potenzial, mit gezielten technischen Sanierungsmaßnahmen wie intelligenter Gebäudesteuerung, den Co2-Ausstoß zu verringern.

Forschung und Entwicklung als Sicherheits- und Stabilitätsfaktor

Rückgrat für Innovationen am Standort Österreich sind Forschung und Entwicklung. Nur wenn genügend in Forschung investiert wird, können all die Technologien entwickelt und produziert werden, die für Klimaschutzlösungen, kritische Infrastruktur, Energieversorgung und Steuersysteme notwendig sind. „Wenn wir all diese wichtigen Maßnahmen wie IPCEI oder auch direkte Forschungsförderungsinstrumente forcieren, sind wir gut gerüstet, mit den Technologien der Elektro- und Elektronikindustrie die Herausforderungen der Zukunft mit einem starken Wirtschaftsstandort Österreich und Europa zu bewältigen“, so Lothar Roitner abschließend.

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