together.magazin

Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

together.magazin - Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

Mobility


“Mobilität von morgen gestalten“

AWolfram_Interview.jpg

Interview mit Arnulf Wolfram (CEO Siemens Mobility GmbH) über Wachstumschancen und die Suche nach zusätzlichen Mitarbeitern.

 

Im nächsten Jahr soll die Siemens Mobility GmbH mit dem französischen Unternehmen Alstom zum größten europäischen Anbieter von Mobilitätslösungen zusammengeführt werden. Wie ist hier der Stand der Verhandlungen bzw. gibt es bei diesem Thema neue Entwicklungen?

In einem ersten Schritt haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr den Carve-Out des Mobility-Geschäfts aus der Siemens AG vollzogen. Aktuell wird der geplante Zusammenschluss mit Alstom wettbewerbsrechtlich geprüft. Wir sind zuversichtlich hier Überzeugungsarbeit leisten zu können, sodass die Transaktion im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen werden kann.

Wie sieht denn im Vorfeld des Alstom-Mergers die wirtschaftliche Lage bei der Siemens Mobility GmbH aus?

Es war ein außergewöhnliches Geschäftsjahr mit starken Steigerungen bei den wichtigsten Kennzahlen. Wir halten bei 25 Prozent mehr Aufträgen als im Vorjahr und bei 11 Prozent mehr Umsatz. Auch die Profitabilität stieg von 9,2 auf 10 Prozent. International konnten wir mit Großaufträgen wie etwa den neuen U-Bahnen für London überzeugen, aber auch in Österreich interessante Projekte an Land ziehen: Beispielsweise die Tag- und Nachtzüge der ÖBB oder den X-Wagen für die Wiener Linien. Dazu können wir auch mit Innovationen bei unseren Kunden punkten, zum Beispiel mit einem Hybridantrieb für den Cityjet eco. Aus CEE-Sicht ist der Desiro-Auftrag aus Israel besonders wichtig

Das Infrastrukturgeschäft – die Automatisierung und Elektrifizierung von Bahnstrecken – war ebenfalls von maßgeblichen Auftragsgewinnen geprägt: Dazu zählen etwa die Verlängerung der Signaltechnik-Rahmenvereinbarung mit den ÖBB sowie die Erneuerung der Eisenbahnsicherungstechnik des gesamten Streckennetzes der Graz-Köflacher Bahn.

Dazu sind wir mit intelligenten Lösungen für den Straßenverkehr erfolgreich! So haben wir in der Stadt Wien mit dem Gewinn von rund der Hälfte aller ausgeschriebenen Modernisierungsprojekte unsere Marktführerschaft festschreiben können. Wir digitalisieren in allen Teilen Österreichs den Straßenverkehr, zum Beispiel mit dem neuen „Verkehrsinformationssystem Süd“ in der Steiermark.

Mit welcher Entwicklung rechnen Sie auf dem Mobilitätssektor generell und insbesondere für die Siemens Mobility GmbH in den nächsten Jahren?

Mobilität ist ein absolutes Zukunftsthema. Insofern gehen wir hier von guten Chancen für unser Unternehmen aus. Das bedeutet auch, dass wir auf der Suche nach qualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind, die die Mobilität von morgen mit uns gemeinsam gestalten möchten. Interessentinnen und Interessenten können das Arbeitsumfeld in den nächsten Wochen direkt im Werk für Schienenfahrzeuge in Wien kennen lernen und sich vor Ort von den großartigen Perspektiven eines Jobs bei der Siemens Mobility GmbH überzeugen.

Was gibt es für die Gäste am Mobility-Standort Simmering bei diesen Präsentationen genau zu sehen?

Bei den Werksführungen präsentieren Mobility-Experten die Fertigung von U-Bahnen, Straßenbahnen und Reisezugwagen für die ganze Welt. Im Hightech-Produktionsstandort in der Leberstraße ist das gesamte Know-how von der Forschung bis zur Endmontage und Inbetriebsetzung gebündelt. Pro Jahr werden hier auf einer Produktionsfläche von 84.000 Quadratmetern 450 Schienenfahrzeuge gebaut.

Bewertung:
3,6 (8 Stimmen)
Ihre Bewertung