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Metropole der Zukunft

Parks statt Parkplätze

"Smart Cities" im Jahr 2060 – ein Blick in die Zukunft.

Null Abgase, null Fahrzeuglärm, null Staus, dafür viele Parks und öffentliche Plätze: Die smarte Metropole der Zukunft bietet ihren Bewohnern die Annehmlichkeiten einer Großstadt, gepaart mit den Vorzügen des ländlichen Lebens. Die einst nur noch von Büros und Ladengeschäften geprägten Zentren sind wieder zum Mittelpunkt des urbanen sozialen Lebens geworden. Städte werden wieder zu lebenswerten Orten, auch weil sie sich dank digitaler Technologien kontinuierlich verbessern.

Die Stadt läuft von alleine

Smarte Gebäude sind längst Standard geworden, in jeglicher Hinsicht vernetzt und in ein stadtübergreifendes Datenmanagementsystem eingebettet. Mit neuen Automatisierungs- und Visualisierungstechnologien lassen sich ganze Stadtviertel verwalten. Aus den Daten werden konkrete Entscheidungshilfen zur Optimierung von Verkehr, Energiemanagement, Wasserver- und -entsorgung und ganz grundsätzlich zur Stadtplanung abgeleitet. Mobilität, Energie, Wasser, Emissionen, alles steckt in einem System, das aus der Masse der Daten schlaue Daten macht, auf Basis neuronaler Netze permanent dazulernt und den Betrieb der städtischen Infrastruktur in puncto Effizienz selbstständig optimiert.

Die dezentrale Energieversorgung ist Realität
Mit neuen, vernünftigen Speichertechnologien wurde die Dezentralisierung der Energieerzeugung flächendeckend umgesetzt. Energieangebot und –nachfrage sind exakt aufeinander abgestimmt und das hat die Energiekosten der Städte massiv gesenkt. Beispielsweise bäckt der Bäcker nur dann, wenn ihm eine Push-Mitteilung auf dem Smartphone sagt, dass in ein, zwei oder drei Stunden der ideale Moment dafür wäre. Das ist beispielsweise der Fall, wenn die Sonne scheint und die Kollektoren an der Fassade des Gebäudes speist. Diese Kollektoren sind mittlerweile so ausgereift, dass sie – gemeinsam mit den sehr kleinen, aber höchst effizienten Windrädern auf dem Dach – das Gebäude zu einem leistungsfähigen Energielieferanten machen.

Gemeinsam joggen – an der Seine, dem Tiber oder dem Hudson?
Die zunehmende globale Vernetzung hatte ja zunächst dazu geführt, dass Menschen fast alles, wofür man früher vor die Tür gehen musste – Arbeit, Einkäufe, Kino, Theater – von zu Hause aus erledigten. Damit konnten zwar die Emissionen in den Städten drastisch reduziert werden, aber die Menschen wurden einsam und unglücklich. Deshalb sind die Holoräume so populär: Sie ermöglichen es, in einem realen Kaffee zu sitzen oder auf einem Laufband zu laufen und dabei andere Menschen im virtuellen Raum zu treffen, die das Gleiche tun. Gemeinsam entscheidet man sich, ob man an der Seine, am Tiber oder am Hudson entlangjoggen möchte. Es gibt nur noch Elektroautos und die Hauptstraßen verlaufen unterirdisch. So gleichen die Städte großen Dörfern –  urban und doch mit der Geborgenheit menschlicher Gemeinschaft.

 


Autor:
Claus Gerhalter

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