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Das Magazin für MitarbeiterInnen von Siemens Österreich

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Smart Infrastructure


Pressekonferenz in Linz

Rekordauftrag für Trafo-Werk

Kinast/Rohkamm

Siemens in Oberösterreich – Wertschöpfung für den Weltmarkt.

Bei einer Pressekonferenz heute in Linz  präsentierten Niederlassungsleiter Josef  Kinast und Henning Rohkamm, Leiter des Trafowerks in Linz,  die Erfolge unseres Unternehmens in Oberösterreich. Etwa den Rekordauftrag, den das Siemens-Transformatorenwerk in Linz Ende August verbuchen konnte. Die Bestellung von 14 Transformatoren für ein bedeutendes Energieversorgungsprojekt im Mittleren Westen der USA im Wert von über 20 Millionen Euro – das ist der größte Einzelauftrag des Werkes in seiner über hundertjährigen Geschichte.

Siemens sichert Arbeitsplätze
Als führendes Technologieunternehmen und bedeutender Wirtschaftsmotor ist Siemens auch in Oberösterreich ein starker Partner für die Wirtschaft und wichtiger Faktor für den Arbeitsmarkt. „Wir bilden jährlich rund 100 Lehrlinge für unser Unternehmen sowie andere Industriebetriebe aus und durch unser Einkaufsvolumen von über 360 Millionen Euro bei insgesamt fast 1.800 oberösterreichischen Unternehmen sichern wir eine Vielzahl an Arbeitsplätzen“, so Josef Kinast. „Mit unseren verschiedenen Geschäftsfeldern und über 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir fest am lokalen Markt verankert, haben aber durch unser Kompetenzprofil auch einen hohen Exportanteil“, erklärt Kinast weiter. So haben etwa die Transformatoren-Fertigung und das weltweite Automatisierungskompetenzzentrum für die Automobil- und Luftfahrtindustrie Exportquoten von bis zu 90 Prozent.

„Auslastung des Werkes über nächste Jahre“
Der Kunde beim Transformatoren-Rekordauftrag ist einer der größten Produzenten von Wasserkraft in den USA und betreibt über 50 Wasserkraftwerke. Die 14 Transformatoren werden für Erneuerungen in einem Kraftwerk im Mittleren Westen der USA verwendet. „Dieser Auftrag ist ein wesentlicher Bestandteil der Auslastung des Werkes über die nächsten Jahre. Es freut mich, dass wir als Traditionsbetrieb ein weiteres Mal bei internationalen Kunden punkten konnten“, so Henning Rohkamm. Abgesehen von der Effizienz-Steigerung durch die Siemens-Technologie sorgt die Verwendung von umweltfreundlichem Ester-Öl für einen positiven Umwelt-Effekt. Diese Isolierflüssigkeit entsteht durch Veresterung von Fettsäuren und Alkoholen, die sowohl aus nachwachsenden, natürlichen als auch aus synthetischen Rohstoffen hergestellt werden können. Ester ist biologisch abbaubar und das Explosions- und Brandrisiko ist gering. Mit Ester isolierte Transformatoren sind daher ideal für den Einsatz in Umweltschutzgebieten und in Städten geeignet.

„Wir liefern in über 20 Länder dieser Welt“
Rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Lehrlinge fertigen im Transformatoren-Werk der Siemens AG Österreich in Linz pro Jahr etwa 200 Transformatoren für eine sichere und effiziente Stromversorgung. Die Geschichte der Transformatorenproduktion in der oberösterreichischen Landeshauptstadt reicht bis ins Jahr 1920 zurück, seit 1936 werden die Transformatoren am heute noch bestehenden Standort in der Kraußstraße gefertigt.
 
Schlüsselprodukte des Werks sind Mittelleistungstransformatoren mit Schwerpunkt auf verschiedene spezielle Anwendungen für europäische und internationale Kunden. „Wir liefern in über 20 Länder dieser Welt. Unsere Exportquote liegt bei rund 85 Prozent“, so Rohkamm. Die Hauptabnehmerländer sind Deutschland, Schweiz, USA, Großbritannien und Kanada. In der 20.000 Quadratmeter großen Produktionsstätte ist das Know-how für die gesamte Wertschöpfungskette des Geschäfts mit Transformatoren gebündelt – von Forschung und Entwicklung sowie Engineering über Vertrieb, Projektmanagement und Logistik bis hin zu Fertigung, Abnahmeprüfung, Endmontage und Inbetriebsetzung. Zusätzliche Spezialisierungen gibt es auf den Gebieten umweltfreundliche Isolierflüssigkeit (synthetischer und natürlicher Esther statt Mineralöl) sowie Gleichstrom-Kompensation zum leiseren und energieeffizienteren Betrieb von Transformatoren.

Autor:
Claus Gerhalter

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