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Effizienz durch IT

Rückkehr der Industrie

industrie Ausschnitt 1

Durch IT intelligenter geworden, kehrt die Industrie in Länder zurück, wo ihre Produkte gekauft werden

Westliche Industrienationen und Schwellenländer bauen wieder auf die Industrie als entscheidenden Wirtschaftsfaktor. In einer besonders komfortablen Situation befinden sich im Zuge der Re-Industrialisierung derzeit die USA.

Gewaltige Vorkommen an heimischem Schiefergas dürften dafür sorgen, dass das Land bald weitgehend unabhängig vom Weltmarkt sein wird und im Jahr 2015 um 15 Prozent günstiger produzieren kann als Deutschland und Frankreich. Selbst China ist dann nur noch sieben Prozent preiswerter. Ein weiterer Aspekt für die Rückkehr der Industrie in die Länder, wo ihre Produkte verkauft werden, ist ein Anstieg der Kosten und Risiken in der Logistik. Zusätzlich sprechen auch emotionale Faktoren für eine Heimkehr der Industrie. Die Einstellung der Konsumenten in Deutschland und der Schweiz zeigt seit Jahren eine Rückbesinnung auf Handarbeit und lokale Wertschöpfung.

Für Unternehmen ist der Umschwung eine Chance. Ausgelöst und möglich wurde der aktuelle Trend durch technologische Entwicklungen, zu denen Siemens entscheidend beigetragen hat. Innerhalb weniger Jahre ist in der Industrie eine Verbindung von leistungsfähiger industrieller Software mit modernster Hardware entstanden. Zudem führt die Digitalisierung der Produktentwicklung und Produktion dazu, dass alle Prozessschritte zu einer Einheit verschmelzen, statt sequenziell zu erfolgen – vom Design über Produktionsplanung, Engineering und die eigentliche Produktion bis zu Services. Die Folge: höhere Effizienz, kürzere Markteinführungszeiten, größere Flexibilität.

Die technologische Konvergenz führt zu derartigen Produktivitätsgewinnen, dass im Vergleich dazu Faktoren wie Lohn- oder Transportkosten in den Hintergrund rücken. Somit lässt sich auch in westlichen Volkswirtschaften wieder wettbewerbsfähig produzieren. Schon heute machen IT und Automation 30 Prozent der Herstellungskosten im Maschinenbau aus. Tendenz stark steigend. Die neue Welt der Industrie, die Siemens mitgestaltet, wird Industrie 4.0 genannt. Dann organisieren sich in smarten Fabriken Maschinen weitgehend selbst, Lieferketten stimmen sich automatisch ab, und Rohprodukte liefern ihre kompletten Fertigungsinformationen selbst an die Maschinen, die sie in der realen Welt vollenden.

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Autorin:
Elisabeth Dokaupil

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