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Sicherheit ist ihr Job seit 1871

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Die älteste Betriebsfeuerwehr Wiens sorgt bis heute für höchste Sicherheit im Siemens-Werk Wien Simmering.

Mit 147 Jahren ist die Siemens Betriebsfeuerwehr am Werkstandort Leberstraße in Wien Simmering die älteste Betriebsfeuerwehr der Stadt. Gründungsanlass war ein dramatisches Ereignis: 1865 stand fast die gesamte Fabrik in Flammen, sogar Kaiser Franz Joseph erschien am Schauplatz des Geschehens. Schon ein Jahr später lief die Produktion allerdings wieder im vollen Umfang. Damals wurde die Bedeutung einer Feuerwehr im Werk erkannt. Die Gründung der Betriebsfeuerwehr erfolgte dann unter dem Kommando von Oberwerkmeister Karl Balz im Jahr 1871. Das Aufgabengebiet der 30-köpfigen Betriebsfeuerwehr hat sich seither verändert. Heute kümmert sich das Team hauptsächlich um präventiven Brandschutz, technische Einsätze sowie Einleitung von entsprechenden Einsatzmaßnahmen bei Gefahr im Verzug. Ebenso liegen im Aufgabengebiet der Betriebsfeuerwehr Sicherungsmaßnahmen bei Fahrzeugüberstellungen, Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie Arbeiten an der Infrastruktur. Den Anforderungen entsprechend sind Ausbildungsstand und Ausrüstung auf einem sehr hohen Niveau.

Mehr als ein Job
Für Mevludin Sečić, der schon seit 1993 bei der Betriebsfeuerwehr tätig ist, war die Arbeit eines Feuerwehrmannes schon immer aufregend. Er wollte in seinem Job anderen Menschen helfen. Dabei kann es auch zu lebensgefährlichen Situationen kommen: „Das oberste Gebot ist, dass man bereit ist, sein Leben zu riskieren. Das muss jedem Feuerwehrmann bewusst sein. Die sind alle bereit, ihr Leben für einander zu geben. Nichtdestotrotz hatte ich nie Angst um mein Leben. Das Schlimmste, was ich bis jetzt erlebt habe, ist der starke Regen 2012. Damals hat es die ganze Nacht geregnet und die Montagehalle sowie die zweite Werkstraße waren komplett unter Wasser. Wir haben die ganze Nacht und den ganzen darauffolgenden Tag ohne Pause das Wasser gepumpt. Feuer und Wasser können nützlich sein, aber sie können auch lebensgefährlich sein“, erzählt Sečić. Zur Frage, was die größten Herausforderungen seien, berichtet der Feuerwehrmann: „Schnell zu reagieren und keine Fehler zu machen. Wenn der Alarm losgeht, muss man so schnell wie möglich an den Tatort kommen und das Team muss sehr eingespielt sein. Außerdem muss man damit umgehen können nicht zu wissen, was einen erwartet.“


Die intensive Ausbildung lohnt sich
Das Interesse an diesem Beruf ist bei Johann Krames, dem stellvertretenden Feuerwehrkommandanten, 2010 entstan­den: „Ich habe mich bei den Kollegen damals erkundigt, ob sie jemanden aufnehmen würden und, ob ich über­haupt für die Arbeit geeignet bin. Dann habe ich mich angemeldet, die Ausbildung gemacht und meine Entsche­idung keinen einzigen Tag bereut. Die Ausbildung war recht interessant, aber auch intensiv. Man lernt dort nicht nur die Sachen, die man für die Arbeit braucht, sondern auch Dinge, die man im alltäglichen Leben anwenden kann”, erzählt Krames seine Geschichte und gibt noch einen Tipp: „Oft greift man bei einem Brand einfach zum Wasser. Doch in vielen Situationen ist es besser eine Löschdecke zu verwenden, die jeder Haushalt haben sollte.“

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