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Smarter in Salzburg

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Wolfgang Schneider, Leiter NL Salzburg. Fotocredit: FH Salzburg/Kolarik

Neues „Zentrum für sichere Energieinformatik“ mit Unterstützung von Siemens.

Forschung made by FH Salzburg: Das neue „Zentrum für sichere Energieinformatik“ (ZSE) setzt als Nachfolgeorganisation des „Josef Ressel Zentrums für anwenderorientierte Smart Grid Privacy, Security und Steuerung“ die erfolgreiche Arbeit fort. Aufbauend auf den bisherigen Erkenntnissen wird das Forschungsspektrum ausgeweitet.  Das ZSE wurde gestern der Öffentlichkeit vorgestellt.

Drei Leitbetriebe waren von Anfang an am Forschungszentrum der FH Salzburg beteiligt: Neben der Siemens AG Österreich waren das der Energieversorger Salzburg AG, deren Tochterfirma Salzburg Netz GmbH und die Salzburg Wohnbau GmbH.


Keine Integration von erneuerbaren Energiequellen und somit keine Energiewende ohne intelligente Kommunikations- und Steuermechanismen im Netz. Nur durch Digitalisierung, also den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), können Anwendungsfälle wie intelligentes Laden von E-Autos, Eigenverbrauchsoptimierung, variable und kundenfreundlichere Tarife oder die intelligente Steuerung des eigenen Wohnraums realisiert werden. Neben all diesen positiven Aspekten bringt die Digitalisierung der Energiesysteme auch einige Herausforderungen mit sich, vor allem im Bereich der IT-Sicherheit und der Privatsphäre der Kundinnen und Kunden.  

Forschung für mehr IT-Sicherheit und Privatsphäre
Dominik Engel, IT-Experte und Forscher an der FH Salzburg, leitet seit der Gründung im Jahr 2013 das Ressel-Zentrum bzw. jetzt das ZSE: „Der Einsatz von IKT bringt immer auch neue Angriffsmöglichkeiten für Hacker mit sich. Zukünftige Stromnetze müssen gegen solche Attacken von außen umfassend abgesichert werden. Es gilt, persönliche Informationen der Kunden und deren Privatsphäre zu schützen.“ Genau hier setzt das Zentrum für sichere Energieinformatik an. Am ZSE wird an entsprechenden  Schutzmechanismen geforscht. Gleichzeitig wird sichergestellt, dass die notwendigen Funktionalitäten, um z.B. erneuerbare Energiequellen zu integrieren, nicht beeinträchtigt werden.

Neue Forschungsfelder
Aufbauend auf den bisherigen Erkenntnissen will das ZSE zukünftig seine Forschungsarbeiten auf andere Themenfelder erweitern: Elektromobilität, Smart Home/Internet der Dinge und Blockchain-Technologien sind zukünftige Forschungsfelder - wieder in enger Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie.  

Wolfgang Schneider, Leiter NL Salzburg: „Smart Grids, Smart Buildings und Smart Cities sind für uns bei Siemens zukunftsträchtige Geschäftsfelder. Im Rahmen unseres Forschungsprojektes ‚Smart Grids Modellregion Salzburg‘ haben wir mit dem Josef-Ressel-Zentrum beste Erfahrungen bei Privacy- und Security-Forschungsthemen gemacht.“

Sillicon Valley für Smart Grids
Das zukünftige ZSE, die Salzburg AG als innovativer Energieversorger, die Salzburg Wohnbau und die Wohnbaugenossenschaft mit ihrer F&E-Abteilung, die FH Salzburg mit ihren Studiengängen ‚Smart Building‘ und ‚Smart Cities‘ und Siemens Österreich sind für Wolfgang Schneider in Salzburg eine Art ‚Silicon Valley für smarte Themen‘, das sich europaweit schon jetzt eine enorme Sichtbarkeit erarbeitet hat.

Autor:
Claus Gerhalter

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