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Stromerzeugung mit Klärgas

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Siemens macht Hauptkläranlage Wien zum Ökokraftwerk

Um die Stadt Wien bei der energetischen Optimierung der Hauptkläranlage zu unterstützen, liefert Siemens die Leit-, Mess-, Analyse- und Schaltanlagenleittechnik sowie Niederspannungs- und Mittelspannungsschaltanlagen. Ab 2020 soll mit dem größten Umweltprojekt Wiens die Hauptkläranlage in Simmering durch die Nutzung von Klärgas die zur Abwasserreinigung benötigte Energie selbst erzeugen.

Bei der Schlammbehandlung kommt ein besonders effizientes Verfahren mit reduziertem Wassergehalt und doppeltem Feststoffanteil zum Einsatz. Dies senkt den Energieverbrauch bei der Faulung und Klärgaserzeugung erheblich. Die Hauptkläranlage, die heute zu den größten kommunalen Energieverbrauchern zählt, wird dann eine jährliche Eigenleistung von 78 GWh Strom und 82 GWh thermische Energie haben. Insgesamt sollen so rund 40.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Siemens: Partner in Sachen Nachhaltigkeit

Christian Gantner, Generaldirektor der ebswien hauptkläranlage: "Mit dem Umbau der Kläranlage zum Ökokraftwerk leisten wir einen wichtigen Beitrag für einen schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen sowie für eine nachhaltige Energieerzeugung. Die effizienten Technologien unseres Partners Siemens spielen eine wichtige Rolle, um unsere anspruchsvollen Umwelt- und Klimaziele zu erreichen."

Alles aus einer Hand

Der Auftrag umfasst die Migration und Erweiterung des bestehenden Prozessleitsystems Simatic PCS 7 auf die Version 8.1. Die Umstellung erfolgt parallel zum laufenden Betrieb. Sämtliche Funktionen werden dabei bereits beim Engineering mit der Simulationssoftware Simit getestet, wodurch die Qualität gesichert und die Inbetriebnahmezeiten verkürzt werden. Darüber hinaus liefert Siemens Sitrans-Prozessinstrumente, Geräte zur Gasanalyse (Ultramat/Oximat) sowie Scalance-Netzwerkskomponenten inklusive Verkabelung, Montage und Inbetriebnahme. Für die sichere und hoch verfügbare Stromversorgung von rund 450 Motoren und Antrieben in der Kläranlage installiert Siemens eine redundant ausgeführte 20-kV-Mittelspannungsschaltanlage vom Typ NXAir (28 Felder), Niederspannungsschaltanlagen vom Typ Sivacon S8 (rund 80 Felder), ein Stromschienen-Verteilersystem sowie 14 Transformatoren. Die Schutzgeräte der Bestandsanlagen sowie die der Neuanlagen rüstet Siemens mit Ethernet basierenden Kommunikationsschnittstellen aus. Die redundante Stationsleittechnik SICAM AK 3 verarbeitet sämtliche Datenpunkte aus der Energieversorgung und liefert diese in die übergeordnete Schaltanlagenleittechnik und in weiterer Folge zur Gesamtüberwachung in die neue Prozessleittechnik.

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