Starker Start ins Geschäftsjahr 2026
Siemens ist mit einer starken Leistung im ersten Quartal (endete zum 31. Dezember 2025) erfolgreich in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Nach diesem starken Start in das Geschäftsjahr hebt Siemens seinen Ausblick für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (für den Gewinn nach Steuern) vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (EPS pre PPA) von einer Bandbreite von 10,40 Euro bis 11,00 Euro auf eine Bandbreite von 10,70 Euro bis 11,10 Euro für das Geschäftsjahr 2026 an. Darüber hinaus bestätigt Siemens die weiteren Erwartungen für das Geschäftsjahr 2026.
„Unsere starke Leistung im ersten Quartal zeigt, dass wir unsere Strategie erfolgreich umsetzen. Siemens ist in seinen Wachstumsmärkten sehr gut positioniert. Künstliche Intelligenz ist ein starker Wachstumstreiber für unsere Geschäfte. Wir skalieren industrielle KI in unseren Kernbranchen zusammen mit Weltklasse-Partnern. Indem wir KI tief in Design, Entwicklung, Produkten und Betrieb integrieren, schaffen wir messbaren Mehrwert für unsere Kunden“, sagte Dr. Roland Busch, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. „Nach einem starken Start ins Geschäftsjahr heben wir unseren Ausblick an.“
„Unsere starke operative Leistung hat sich im ersten Quartal in einer hohen Profitabilität niedergeschlagen. Unsere Strategie setzen wir weiter konsequent um, und mit unserem beschleunigten Aktienrückkaufprogramm schaffen wir nachhaltig Wert für unsere Aktionärinnen und Aktionäre,“ sagte Prof. Dr. Ralf P. Thomas, Finanzvorstand der Siemens AG.
Umsatzwachstum in allen industriellen Geschäften und hohe Profitabilität
Siemens steigerte im ersten Quartal des Geschäftsjahres den Auftragseingang auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro (Q1 2025: 20,1 Milliarden Euro). Das Auftragswachstum wurde von Smart Infrastructure mit einem Rekordauftragseingang angeführt und wurde zudem durch eine beträchtliche Steigerung bei Digital Industries sowie eine deutliche Zunahme bei Mobility unterstützt. Die Umsatzerlöse wuchsen auf breiter Basis über alle industriellen Geschäfte um 8 Prozent auf vergleichbarer Basis auf 19,1 Milliarden Euro (Q1 2025: 18,4 Milliarden Euro). Das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzerlösen (Book-to-Bill-Verhältnis) erreichte mit 1,12 einen starken Wert. Der Auftragsbestand lag auf Rekordhöhe und betrug am Ende des ersten Quartals des Geschäftsjahres 120 Milliarden Euro.
Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts stieg signifikant um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro (Q1 2025: 2,5 Milliarden Euro). Die Ergebnismarge des Industriellen Geschäfts verbesserte sich auf 15,6 Prozent (Q1 2025: 14,1 Prozent).
Stark entwickelte sich auch der Gewinn nach Steuern und lag bei 2,2 Milliarden Euro (Q1 2025: 3,9 Milliarden Euro). Das Vorjahresquartal war durch einen Gewinn von 2,1 Milliarden Euro (nach Steuern) aus dem Verkauf von Innomotics begünstigt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie vor Effekten aus der Kaufpreisallokation (EPS pre PPA) belief sich entsprechend auf 2,80 Euro (Q1 2025: 4,86 Euro). Im Vorjahresquartal belief sich das EPS pre PPA ohne Berücksichtigung von 2,64 Euro je Aktie in Verbindung mit dem Verkauf von Innomotics auf 2,22 Euro.
Der Free Cash Flow „all-in“ aus fortgeführten und nicht fortgeführten Aktivitäten erreichte auf Konzernebene 677 Millionen Euro ein saisonal solides Niveau (Q1 2025: 1,6 Milliarden Euro). Der Rückgang beim Free Cash Flow war größtenteils auf das Industrielle Geschäft zurückzuführen, das einen Free Cash Flow von 1,0 Milliarden Euro erzielte (Q1 2025: 1,7 Milliarden Euro). Hauptgrund hierfür war ein Aufbau des Working Capitals, auch aufgrund der Fälligkeiten von Zahlungen bei Mobility-Projekten. Außerhalb des Industriellen Geschäfts verzeichnete Siemens einen Zahlungsmittelabfluss von 0,4 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der Begleichung einer Entsorgungsverpflichtung von radioaktivem Abfall.
Starke Leistung in allen industriellen Geschäften
Digital Industries erzielte zweistellige Wachstumsraten bei Auftragseingang und Umsatzerlösen mit starken Wachstumsbeiträgen sowohl vom Softwaregeschäft, das eine Reihe größerer Aufträge gewann, als auch vom Automatisierungsgeschäft, das maßgeblich durch das kurzzyklische Geschäft bestimmt war. Geografisch betrachtet stiegen Auftragseingang und Umsatzerlöse in allen Berichtsregionen mit einem starken vergleichbaren Wachstum in den USA und in China. Der Auftragseingang wuchs auf vergleichbarer Basis um 13 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro (Q1 2025: 4,2 Milliarden Euro), während die Umsatzerlöse auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro stiegen (Q1 2025: 4,1 Milliarden Euro). Das Ergebnis legte um 37 Prozent auf 804 Millionen Euro zu (Q1 2025: 588 Millionen Euro). Die Ergebnismarge lag damit bei 17,8 Prozent (Q1 2025: 14,5 Prozent). Die starken Steigerungen bei Ergebnis und Profitabilität waren weitgehend auf das Automatisierungsgeschäft zurückzuführen.
Bei Smart Infrastructure stieg der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 22 Prozent auf einen Rekordwert von 7,2 Milliarden Euro (Q1 2025: 6,2 Milliarden Euro). Vergleichbar nahmen Auftragseingang und Umsatzerlöse in allen Geschäften und Berichtsregionen zu. Die Umsatzerlöse wuchsen auf insgesamt 5,5 Milliarden Euro (Q1 2025: 5,3 Milliarden Euro), vorwiegend vom Electrification-Geschäft getragen, das seinen großen Auftragsbestand weiterhin konsequent abarbeitete. Geografisch betrachtet kam das Wachstum der Umsatzerlöse hauptsächlich aus Europa und den USA. Das Ergebnis belief sich auf 1,1 Milliarden Euro (Q1 2025: 891 Millionen Euro) und die Ergebnismarge auf 19,0 Prozent (Q1 2025: 16,9 Prozent). Smart Infrastructure konnte Ergebnis und Profitabilität in allen Geschäften aufgrund von höheren Umsatzerlösen, Skaleneffekten und kontinuierlichen Produktivitätsverbesserungen steigern. Zusätzlich war die Profitabilität durch positive Effekte aus Rohstoffhedging begünstigt, die negative Währungseffekte überwogen.
Mobility steigerte den Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 10 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro (Q1 2025: 2,7 Milliarden Euro). Der Auftragseingang stieg aufgrund eines höheren Volumens aus Großaufträgen, darunter ein Auftrag über 0,6 Milliarden Euro für die Lieferung batteriegetriebener Regionalzüge in Deutschland sowie die Erweiterung eines bestehenden Vertrags um 0,4 Milliarden Euro für die Lieferung automatischer Metrozüge in Frankreich. Das vergleichbare Wachstum der Umsatzerlöse von 9 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro war maßgeblich bestimmt vom Schienenfahrzeug- und vom Kundenservicegeschäft. Das Ergebnis wuchs um 15 Prozent auf 286 Millionen Euro (Q1 2025: 249 Millionen Euro), während die Ergebnismarge auf 9,0 Prozent zulegte (Q1 2025: 8,4 Prozent).